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Non-Hodgkin-Lymphom (NHL)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juli 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) ist eine sehr seltene Erkrankung. Mediziner fassen unter dem Begriff Non-Hodgkin-Lymphom verschiedene Krebserkrankungen zusammen, die ganz unterschiedlich verlaufen können. Allen gemeinsam ist, dass sie in bestimmten Zellen im lymphatischen System ihren Ursprung haben – den Lymphozyten.

Wissenswertes
Neben dem Non-Hodgkin-Lymphom gibt es auch das sogenannte Hodgkin-Lymphom. Beide gehören zur Gruppe der bösartigen Tumoren, die ihren Ursprung im lymphatischen Gewebe haben. Der Unterschied: Beim Hodgkin-Lymphon sind im betroffenen Gewebe die typischen Hodgkin-Krebszellen nachweisbar, beim Non-Hodgkin-Lymphom hingegen nicht.

Ein Non-Hodgkin-Lymphom kann sich aus jedem lymphatischen Gewebe entwickeln – das heißt sowohl innerhalb als auch außerhalb der Lymphknoten.

Das lymphatische System besteht aus den Lymphbahnen und den lymphatischen Organen, wie etwa den Lymphknoten. Die Lymphknoten sind bei Non-Hodgkin-Lymphomen am häufigsten betroffen. Da das lymphatische System aber über den gesamten Körper verteilt ist, kann ein Non-Hodgkin-Lymphom überall im Körper auftreten – zum Beispiel in der Lunge, der Leber, im Knochenmark oder in der Milz. 

Wichtigstes Anzeichen für ein Non-Hodgkin-Lymphom ist die schmerzlose Lymphknotenschwellung, oft am Hals oder den Achselhöhlen. Hinzu kommen allgemeine Beschwerden, die auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten, wie etwa:

Wie schnell ein Non-Hodgkin-Lymphom Symptome verursacht, hängt von seiner Bösartigkeit ab:

  • Ein indolentes oder niedrigmalignes (d.h. weniger bösartiges) Non-Hodgkin-Lymphom entwickelt sich eher schleichend,
  • ein aggressives oder hochmalignes (d.h. sehr bösartiges) Non-Hodgkin-Lymphom breitet sich dagegen sehr rasch aus und macht sich deutlich bemerkbar.

Das Non-Hodgkin-Lymphom ist ein Krebs der Lymphozyten. Das Video zeigt, welche Symptome dabei auftreten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt!

Warum ein Non-Hodgkin-Lymphom entsteht, ist unbekannt. Allerdings sind mehrere Faktoren bekannt, die das Risiko für die Entstehung nachweislich erhöhen. Zu diesen Risikofaktoren zählen

Um ein Non-Hodgkin-Lymphom zu behandeln, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, so zum Beispiel die Strahlentherapie und die Chemotherapie. Manche Non-Hodgkin-Lymphome lassen sich auch mit Antikörpern behandeln. Welche Behandlungsmethode infrage kommt, ist unter anderem davon abhängig, um welche Art von Non-Hodgkin-Lymphom es sich handelt und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.

Die Lebenserwartung von Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom hängt vor allem von zwei Aspekten ab: dem Krankheitsstadium zum Zeitpunkt der Erstdiagnose und der Bösartigkeit des Tumors ab. Aber auch das Alter und der Allgemeinzustand des Patient spielen bei der Frage nach der Lebenserwartung eine große Rolle. Es gilt: Niedrigmaligne Non-Hodgkin-Lymphome im Ausbreitungs-Stadium I und II lassen sich oftmals durch Strahlentherapie heilen. Im Stadium III und IV dagegen ist eine Heilung auf Dauer nur selten möglich – die Lebenserwartung der Betroffenen beträgt dennoch meist viele Jahre. 

Allgemein gilt: Je früher es gelingt, ein Non-Hodgkin-Lymphom zu diagnostizieren, desto größer sind die Heilungschancen.



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