Non-Hodgkin-Lymphom (NHL): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juli 2015)

Allgemein gilt: Je früher bei einem Non-Hodgkin-Lymphom die Diagnose erfolgt, desto günstiger ist die Prognose.

Prognose

Beim Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) hängen Verlauf und Prognose unter anderem von der Form der vorliegenden Krebserkrankung ab.

Niedrigmaligne (weniger bösartige) Non-Hodgkin-Lymphome können auch ohne Therapie einen mehrere Jahre nur langsam fortschreitenden Verlauf zeigen. Sie wachsen meist relativ langsam. In fortgeschrittenen Stadien können sie zwar meist nicht geheilt werden, jedoch gibt es viele Therapiemöglichkeiten, um das Befinden des Patienten zu verbessern.

Im Gegensatz dazu erfordert ein hochmalignes (sehr bösartiges) Non-Hodgkin-Lymphom einen besonders raschen Therapiebeginn. Es wächst sehr schnell und kann schon frühzeitig in andere Körperbereiche streuen. In frühen Stadien der Erkrankung können fast alle Patienten geheilt werden – ist das Lymphom fortgeschritten, werden etwa 60 Prozent als geheilt entlassen. Ohne Behandlung verläuft es in der Regel tödlich. Das Risiko für einen Rückfall (Rezidiv) ist beim hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphom relativ hoch.

Darüber hinaus wirken sich weitere Faktoren bei einem Non-Hodgkin-Lymphom ungünstig auf Verlauf und Prognose aus. Dazu gehören beispielsweise:

  • nicht von Lymphknoten ausgehender (extranodaler) Befall von mehr als einem Organ
  • ein Alter über 60 Jahre
  • ein schlechter Allgemeinzustand
  • die Erhöhung der LDH (Lactatdehydrogenase) im Blut

Nachsorge

Bei einem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) spielt die Nachsorge im Anschluss an die Therapie eine wichtige Rolle: Eine regelmäßige Nachsorge dient vor allem dazu, einen Rückfall (Rezidiv) und Folgeschäden rechtzeitig zu erkennen.

Welche Kontrolluntersuchungen am besten in welchen zeitlichen Abständen erfolgen, hängt unter anderem davon ab, wie die Krankheit verlaufen ist, welche Behandlungsmethoden durchgeführt wurden und wie hoch das Risiko ist, einen Rückfall zu erleiden. Auch Personen, deren Lymphom sich nicht heilen lässt, sollten die Untersuchungen wahrnehmen.

Im Rahmen der Nachsorge wird der Arzt mit seinem Patienten über den bisherigen Erkrankungsverlauf sprechen, nach dem Befinden des Betroffenen fragen und diesen gründlich untersuchen. Dabei wird er in der Regel auch

Manchmal können – je nach individueller Situation – weiterführende Untersuchungen nötig sein, so etwa, wenn der Verdacht besteht, dass es zu einem Rückfall gekommen sein könnte

Das Risiko für eine weitere Krebserkrankung ist bei Menschen mit Non-Hogkin-Lymphom erhöht – daher ist es wichtig, dass Betroffene regelmäßig empfohlene Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen, so etwa die gynäkologische Krebsfrüherkennung oder eine Darmspiegelung.

Aber nicht nur die medizinische Nachsorge ist nach einem Non-Hodgkin-Lymphom von Bedeutung: Auch die persönliche Betreuung durch den Arzt spielt eine große Rolle; denn eine Krebserkrankung belastet meist nicht nur in körperlicher, sondern auch in seelischer und sozialer Hinsicht. Viele Krankenhäuser verfügen über psychologische Betreuung und einen sozialen Dienst, der in vielen Fällen zusätzlich unterstützen kann.

Manche Patienten nehmen auch die Hilfe einer psychosozialen Beratungsstelle in Anspruch.


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