Non-Hodgkin-Lymphom (NHL): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juli 2015)

Worin ein Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) seine Ursachen hat, ist noch ungeklärt. Allerdings erhöhen mehrere Faktoren nachweislich das Risiko, ein Non-Hodgkin-Lymphom zu entwickeln. Zu Risikofaktoren für Non-Hodgkin-Lymphome zählen:

  • Immundefekte: Eine Immunschwäche kann die Entstehung von Non-Hodgkin-Lymphomen begünstigen. Dabei wird zwischen angeborenen und erworbenen Immundefekten unterschieden:
    •    Angeboren: z.B. das seltene Wiskott-Aldrich-Syndrom
    •    Erworben: Durch eine Behandlung mit Medikamenten, die das Immunsystem schwächen, wie es z.B. nach einer Organtransplantation notwendig ist; Autoimmunkrankheiten; HIV-Infektion
  • Bestimmte Virusinfektionen:
    • Epstein-Barr-Virus: Infektionen mit diesem Erreger können das als Burkitt-Lymphom bezeichnete hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphom verursachen, das vor allem in Afrika auftritt.
    • HI-Virus: Bei Menschen mit HIV-Infektionen ist in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien das Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome (v.a. für hochmaligne Lymphome, die auch das Zentralnervensystem befallen) deutlich erhöht.
    • Humanes T-Zell-Leukämievirus (HTLV-I): Bei Infektionen mit diesem Virus treten gehäuft T-Zell-Lymphome auf.
  • Infektion mit Helicobacter pylori: Wenn die Magenschleimhaut durch eine Infektion mit diesem Bakterium chronisch entzündet ist, besteht ein erhöhtes Risiko, ein malignes Lymphom der lymphatischen Gewebe in der Magenschleimhaut (MALT-Lymphom) zu entwickeln.
  • Schäden am Erbgut: Manche Non-Hodgkin-Lymphome sind auf einen Schaden am Erbgut zurückzuführen, der durch im Lauf des Lebens aufgetretene Veränderungen an den Erbgutträgern (Chromosomen) entstanden ist. Eine mögliche Ursache für Erbgutschäden ist zum Beispiel radioaktive Strahlung.
  • Chemische Substanzen: Verschiedene chemische Substanzen – wie Benzol und andere organische Lösungsmittel, manche Unkrautvernichtungsmittel (Pestizide), Insektenbekämpfungsmittel (Insektizide) und Pilzvernichtungsmittel – können ein Non-Hodgkin-Lymphom begünstigen.
  • höheres Alter: Mit zunehmendem Alter ist das Risiko, ein Non-Hodgkin-Lymphom zu entwickeln, erhöht: Männer erkranken im Durchschnitt mit 69 Jahren, Frauen mit 71 Jahren.
  • Rauchen: Wie für alle Krebsarten gilt auch für das Non-Hodgkin-Lymphom: Wer raucht, hat ein höheres Erkrankungsrisiko.
Man sieht eine ältere Frau im Gespräch mit einer Ärztin. © Jupiterimages/iStockphoto

Das Risiko für ein Non-Hodgkin-Lymphom steigt mit dem Alter.


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