Non-Hodgkin-Lymphom (NHL): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juli 2015)

Zu Beginn der Diagnose eines Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) steht die sogenannte Anamnese: Der Arzt fragt seinen Patienten zunächst nach den Beschwerden und möglichen weiteren Erkrankungen. Zudem wird er wissen wollen, ob mögliche Risikofaktoren für diese Krebserkrankung vorliegen. Im Anschluss folgen verschiedene Untersuchungen – wie etwa

  • die körperliche Untersuchung,
  • die Untersuchung eines Lymphknotens,
  • eine Knochenmarkuntersuchung,
  • eine Blutuntersuchung 
  • und verschiedene weiterführende Verfahren wie Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen. 

Die körperliche Untersuchung hilft dem Arzt, die Ursache für die Beschwerden zu finden und das Non-Hodgkin-Lymphom einem Stadium zuordnen zu können. Der Arzt tastet beispielsweise die Lymphknoten ab, bestimmt die Größe von Leber und Milz, untersucht den Nasen-Rachen-Raum, prüft die Hirnnerven und untersucht beim Mann die Hoden. Mögliche Hinweise auf ein Non-Hodgkin-Lymphom sind zum Beispiel vergrößerte Lymphknoten.

Bei Verdacht auf ein Non-Hodgkin-Lymphom kann der Arzt anhand der feingeweblichen Untersuchung (Histologie) eines Lymphknotens die Diagnose sichern. Dazu wird immer gleich der ganze Lymphknoten entfernt (Lymphknotenexstirpation). Mithilfe der histologischen Untersuchung kann er zudem feststellen, um welche Form des Lymphoms es sich handelt. Diese Information ist für die spätere Therapie von enormer Bedeutung, da nicht alle NHL gleich behandelt werden. Auch eine Knochenmarkuntersuchung kann sinnvoll sein.

Bei einem Non-Hodgkin-Lymphom trägt auch eine Blutuntersuchung zur weiteren Diagnose bei: Im Blutbild lassen sich beispielsweise die Standardparameter bestimmter Leberwerte und Nierenwerte überprüfen. Zudem kann der Arzt anhand des Blutbilds unter anderem ermitteln, wie einzelne Blutzelltypen verteilt sind – unter anderem auch die Lymphozyten.

Damit der Mediziner beurteilen kann, wie weit sich das Non-Hodgkin-Lymphom ausgebreitet hat, sind weiterführende Untersuchungen nötig. Hierzu zählen zum Beispiel eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs, Ultraschalluntersuchungen des Bauchbereichs, Computertomographie oder eine Magnetresonanztomographie.

Hat der Arzt die Vermutung, dass das Gehirn befallen sein könnte, wird er mit einer feinen Hohlnadel Nervenwasser (Liquor) zwischen zwei Wirbeln der Lendenwirbelsäule entnehmen. Anschließend untersucht er, ob sich im Nervenwasser Lymphomzellen befinden.


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