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Stand: 25. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Noma (auch Wasserkrebs oder Wangenbrand genannt) ist eine überwiegend in Entwicklungsländern auftretende Krankheit, da sie sich nur bei mangelnder Hygiene und schlechtem Gesundheitszustand entwickelt. Noma beginnt als Geschwür im Mund und breitet sich weiter aus, wobei sie Gewebe zerstört und Knochen angreift.
Auslöser von Noma sind eigentlich harmlose Bakterien, die natürlicherweise im Mund vorkommen. Bei gesunden Menschen können sie keinen Wasserkrebs hervorrufen. Von Noma sind fast ausschließlich unterernährte Kinder in Entwicklungsländern betroffen, die in schlechten hygienischen Verhältnissen leben und andere Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Masern, haben. Durch eine Hilfsaktion zur Verbesserung der hygienischen und medizinischen Versorgung in Entwicklungsländern ließe sich Noma dort erfolgreich verhindern.
Typischerweise tritt Noma zuerst an der Wangenschleimhaut auf, wo sich Geschwüre bilden, und schreitet unter Zerstörung des betroffenen Gewebes (Weichteile und Knochen) voran – daher die Bezeichnung Wangenbrand. Dabei treten starke Schmerzen und auch Fieber auf. Essen und Sprechen fallen zunehmend schwerer; auch Riechen, Sehen und Hören sind durch den Wasserkrebs beeinträchtigt. Das Gesicht sieht im fortgeschrittenen Stadium regelrecht zerfressen aus. Daher stellt Noma auch eine große seelische Belastung für die der Betroffenen dar und führt oft zu deren sozialer Ausgrenzung.
In den Frühstadien reichen gegen Noma antiseptische Spülungen und eine vollwertigere Ernährung aus; im weiteren Verlauf lässt sich Noma mit Antibiotika wirksam behandeln. Im fortgeschrittenen Stadium von Wasserkrebs sind zur Behandlung operative Maßnahmen und plastische Rekonstruktionen der befallenen Bereiche des Gesichts notwendig. Da dies in Entwicklungsländern im Allgemeinen jedoch die Möglichkeiten bei weitem übersteigt, nimmt Noma dort meist einen dramatischen Verlauf: Aufgrund fehlender medizinischer Hilfe sterben bis zu 90 Prozent der betroffenen Kinder an den Folgen von Wangenbrand; wer überlebt, hat ein stark verstümmeltes Gesicht.
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