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Stand: 25. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) bezeichnet per Definition eine durch Bakterien hervorgerufene Infektionserkrankung, die meist mit Geschwüren an der Wangenschleimhaut beginnt. Die Geschwüre im Mund breiten sich von der Mundschleimhaut weiter auf das ganze Gesicht aus, wobei sie das betroffene Gewebe – sowohl Weichteile als auch Knochen – zerstören.
Die Bezeichnung Noma leitet sich von dem griechischen Wort nomein ab, das wörtlich übersetzt weiden bedeutet und im Zusammenhang mit dem bei Noma bestehenden zerstörerischen Geschwür als zerfressen zu verstehen ist. Auf diese zerstörerische Wirkung der Infektion ist auch die deutsche Bezeichnung Wangenbrand zurückzuführen. Sie deutet auf zwei Merkmale von Wasserkrebs hin: zum einen auf den Ort, nämlich die Wange, und zum anderen auf die Art, nämlich eine Geschwürbildung.
Noma betrifft fast ausschließlich Kinder in Entwicklungsländern, die in schlechten hygienischen Verhältnissen leben und deren Immunsystem durch Mangelernährung und vorangegangene Infektionskrankheiten (z.B. Masern) geschwächt ist.
Bei Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand) sind die Angaben zur Häufigkeit unterschiedlich. Schätzungsweise infizieren sich in Afrika jedes Jahr 100.000 Kinder im Alter von unter sechs Jahren neu. In einigen Regionen Afrikas sind bis zu 12 von 1.000 Kindern betroffen.
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