Noma (Wasserkrebs, Wangenbrand): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Juli 2015)

Der Begriff Noma (auch Wasserkrebs oder Wangenbrand) bezeichnet eine durch Bakterien hervorgerufene Infektionskrankheit, die meist mit Geschwüren an der Wangenschleimhaut beginnt. Die Geschwüre im Mund breiten sich von der Mundschleimhaut weiter auf das ganze Gesicht aus, wobei sie das betroffene Gewebe – sowohl Weichteile als auch Knochen – zerstören.

Die Bezeichnung Noma leitet sich von dem griechischen Wort nomein ab, das wörtlich übersetzt "weiden" bedeutet und bei dem zerstörerischen Geschwür als "zerfressen" zu verstehen ist. Auf diese zersetzende Wirkung der Infektion ist auch die deutsche Bezeichnung Wangenbrand zurückzuführen. Sie deutet auf zwei Merkmale von Wasserkrebs hin: zum einen auf den Infektionsort, nämlich die Wange, und zum anderen auf die Art, nämlich eine Geschwürbildung.

Noma betrifft fast ausschließlich Kinder in Entwicklungsländern, die in schlechten hygienischen Verhältnissen leben und deren Immunsystem durch Mangelernährung und vorangegangene Infektionskrankheiten (z.B. Masern) geschwächt ist.

Häufigkeit

Bei Noma sind die Angaben zur Häufigkeit unterschiedlich. Schätzungsweise infizieren sich in Afrika jedes Jahr 100.000 Kinder im Alter von unter sechs Jahren mit Noma. In einigen Regionen Afrikas ist mehr als jedes hundertste Kind betroffen. Sehr selten erkranken auch Erwachsene, zum Beispiel schwangere Frauen mit einem geschwächten Immunsystem.


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