Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Nikotinsucht (Nikotinabhängigkeit) > Ursachen

Forum

Raucher- entwöhnung

Porträt Dr. med. Winfried Keuthage Forenexperte: Dr. med. Winfried Keuthage Forum Raucherentwöhnung
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Nikotinsucht (Nikotinabhängigkeit)

Nikotinsucht (Nikotinabhängigkeit): Ursachen

Stand: 20. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Nikotinsucht (Nikotinabhängigkeit) kann sich schnell durch regelmäßiges Rauchen ergeben. Dies hat seine Ursachen darin, dass Nikotin ein hochgiftiges Suchtmittel ist und – anders als viele andere körperfremde Stoffe – die sogenannte Blut-Hirn-Schranke durchdringen und so ins Gehirn gelangen kann:

  • Nach dem Inhalieren von Zigarettenrauch gelangt das Nikotin zunächst über die Lunge in die Blutbahn. Im Gehirn angekommen, erreicht das Nikotin die für die Reizwahrnehmung des Nervensystems verantwortlichen Sinneszellen (Rezeptoren) für einen bestimmten körpereigenen Botenstoff (Neurotransmitter), dem Nikotin in seiner Struktur ähnlich ist: Acetylcholin. Aufgrund der ähnlichen Struktur kann das Nikotin an den Bindungstellen (Rezeptoren) von Acetylcholin andocken. Diese Fähigkeit ist eine Ursache für die Entstehung der Nikotinsucht: Dockt Nikotin an den Acetylcholin-Rezeptor an, löst dies die Ausschüttung anderer unterschiedlicher Botenstoffe aus: zum Beispiel Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Endorphine. Das Ergebnis dieser Ausschüttung ist, dass sich der Körper anspannt: Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Durchblutung der inneren Organe und der Arme und Beine ist vermindert, die Körpertemperatur sinkt. Diese Form der Anspannung ist der typischen instinktiven Reaktion auf eine Bedrohung ähnlich, bei der sich der Körper auf eine Flucht oder einen Angriff vorbereitet.
  • Nach einer Weile beginnt der Gehalt der Botenstoffe wieder zu sinken, die Rezeptoren sind nicht mehr angeregt. Der Körper zeigt Entzugssymptome und fordert mehr Nikotin. Kommen die Betroffenen dieser Forderung nach und rauchen, schließt sich der Suchtkreislauf – es kann eine Nikotinsucht entstehen. Bei regelmäßigem Tabakkonsum bilden sich nach und nach immer mehr Nikotinrezeptoren, die gleichzeitig zunehmend unempfindlicher für Nikotin sind. Dies hat zur Folge, dass die Betroffenen immer mehr Nikotin zuführen müssen, um eine vermeintlich entspannende Wirkung hervorzurufen.

Eine Nikotinsucht beziehungsweise Zigarettensucht muss ihre Ursachen aber nicht ausschließlich im Nikotin haben: Unter den mehr als 600 Zusatzstoffen, welche die Zigarettenhersteller dem Tabak beimischen, sind vermutlich weitere Suchtstoffe zu finden, die eine Tabaksucht begünstigen.

Weiterlesen: Nikotinsucht (Nikotinabhängigkeit): Ursachen – Die entspannende Wirkung des Nikotins

Das könnte Sie auch interessieren

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr psychische Erkrankungen und Abhängigkeit & Sucht. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.