Anzeige

Anzeige

Nierenzyste, Zystennieren

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. Juni 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Sie können an vielen Organen vorkommen – so auch in den Nieren. Einzeln ist eine Nierenzyste meist harmlos und erfordert keine Behandlung. Anders sieht es aber aus, wenn sich mehrere solcher Zysten in den Nieren bilden und an Anzahl und Größe kontinuierlich zunehmen. Dann spricht man von Zystennieren.

Einfache Nierenzysten bereiten in der Regel keine Beschwerden. Nur wenn sie durch zunehmende Größe das Nierengewebe verdrängt, kann eine Nierenzyste Symptome (v.a. in Form unbestimmter Schmerzen in der Nierengegend) auslösen. In dem Fall besteht die Möglichkeit, die Nierenzyste in einer Operation zu entfernen.

Eine oder ein paar solcher Zysten in der Niere können angeboren sein oder im Lauf des Lebens entstehen. Kinder sind nur selten betroffen – erst in höherem Alter nimmt die Häufigkeit von Nierenzysten zu: Mit bildgebenden Verfahren ist bei etwa jedem fünften 40-Jährigen und jedem dritten 60-Jährigen eine solche Zyste in der Niere zu finden.

Anders als die einfache Nierenzyste entstehen Zystennieren meist durch Vererbung. Ihre häufigste Form, die sogenannte autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD), zählt zu den häufigsten Erbkrankheiten. Im höheren Lebensalter lässt durch diese vererbten Zystennieren nach und nach die Funktion der Nieren nach, sodass eine Dialyse oder eine Nierentransplantation notwendig wird. Etwa jeder zehnte Mensch mit vollständigem Nierenversagen, der eine Dialyse benötigt, hat eine polyzystische Nierenerkrankung.

Die Diagnose der Nierenzyste und Zystennieren erfolgt in erster Linie durch eine Ultraschalluntersuchung. In einigen Ausnahmefällen ordnen Ärzte genauere Methoden wie Computertomographie oder Kernspintomographie an. Wer von einer erblich bedingten Zystenniere betroffen ist, kann im Rahmen einer genetischen Beratung bestimmen lassen, wie hoch das Risiko ist, die polyzystische Nierenerkrankung an seine Kinder zu vererben.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst

Anzeige