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Nierenzyste, Zystennieren

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. April 2014)

Einzeln ist eine Nierenzyste meist harmlos und erfordert keine Behandlung. Davon zu unterscheiden sind Zystennieren – also Nieren, die von mehreren solcher flüssigkeitsgefüllten und von einer Kapsel umgebenen Hohlräume durchsetzt sind. Diese Zysten nehmen in Anzahl und Größe kontinuierlich zu und ersetzen mit der Zeit das normale Nierengewebe, was die Nierenfunktion zunehmend beeinträchtigt.

Eine oder ein paar solcher Zysten in der Niere können angeboren sein oder im Lauf des Lebens entstehen, sie sind aber nicht vererbbar. Kinder sind nur selten betroffen – erst in höherem Alter nimmt die Häufigkeit von Nierenzysten zu: Mit bildgebenden Verfahren ist bei etwa jedem fünften 40-Jährigen und jedem dritten 60-Jährigen eine solche Zyste in der Niere zu finden.

In der Regel bereiten einfache Nierenzysten keine Beschwerden. Nur wenn sie durch zunehmende Größe die Niere verdrängt, kann eine Nierenzyste Symptome (v.a. in Form unbestimmter Schmerzen in der Nierengegend) auslösen. In dem Fall besteht die Möglichkeit, die Nierenzyste in einer Operation zu entfernen.

Anders als die einfache Nierenzyste entstehen Zystennieren meist durch Vererbung. Ihre häufigste Form, die sogenannte autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD), zählt zu den häufigsten Erbkrankheiten. Im höheren Lebensalter machen diese vererbten Zystennieren wegen des fortschreitenden Nierenversagens zur Therapie eine Dialyse oder eine Nierentransplantation notwendig. Etwa jeder zehnte Mensch mit vollständigem Nierenversagen, der eine Dialyse benötigt, hat eine polyzystische Nierenerkrankung.

Die Diagnose der Nierenzyste und Zystennieren erfolgt in erster Linie durch eine Ultraschalluntersuchung. In einigen Ausnahmefällen ordnen Ärzte genauere Methoden wie Computertomographie oder Kernspintomographie an. Wer von einer erblich bedingten Zystenniere betroffen ist, kann im Rahmen einer genetischen Beratung bestimmen lassen, wie hoch das Risiko ist, die polyzystische Nierenerkrankung an seine Kinder zu vererben.






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