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Nierensteine, Nephrolithiasis

Nierensteine, Nephrolithiasis: Vorbeugen

Stand: 6. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Da Nierensteine bei etwa 60 Prozent der Menschen mit Nephrolithiasis (Nierensteinleiden) wiederholt auftreten, ist es sinnvoll, Maßnahmen zum Vorbeugen solcher Rückfälle (Rezidive) zu treffen. Die Maßnahmen sind für jeden sinnvoll, der einmal eine Nephrolithiasis hatte. Sie zielen darauf ab, Risikofaktoren des Alltagslebens zu reduzieren oder auszuschalten – so können Sie aktiv dazu beitragen, dass sich bei Ihnen Nierensteine nicht wieder bilden.

Zu den Maßnahmen einer solchen sogenannten Steinprophylaxe (Fachbegriff: Metaphylaxe) gehört in erster Linie: viel trinken (etwa drei Liter täglich). So verdünnen Sie den Urin und verhindern, dass er mit steinbildenden Stoffen übersättigt ist. Am besten verteilen Sie das Trinken dabei über den ganzen Tag (24 Stunden), da auch nachts die Konzentration von steinbildenden Stoffen erhöht sein kann. Zudem können Sie Ihr Risiko für Nierensteine durch weitere einfache Maßnahmen senken: Bewegen Sie sich regelmäßig und verhindern Sie Übergewicht oder bauen Sie überschüssige Pfunde ab. Eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung unterstützt die positiven Effekte.

Darüber hinaus können Sie gezielt einzelnen Arten von Nierensteinen vorbeugen. Da einige der steinbildenden Stoffe in verschiedenen Nahrungsmitteln vorkommen, ist es möglich, ihre Konzentration im Urin über eine geregelte Ernährung zu senken:

  • Wenn Sie dazu neigen, Harnsäuresteine in Verbindung mit Gicht zu bilden, ist für Sie eine purinarme Ernährung empfehlenswert: Essen Sie bestimmte Nahrungsmittel wie tierische Innereien (Leber, Nieren, Herz, Zunge), Fleisch, Wurstwaren, Ölsardinen und Hülsenfrüchte, die sehr viel Purin enthalten, am besten nur eingeschränkt.
  • Wenn Sie Oxalatsteine haben, ist es für Sie ratsam, Spinat, Rhabarber, rote Beete, grünen und schwarzen Tee, Schokolade und Kakao in größeren Mengen zu meiden – diese Lebensmittel enthalten viel Oxalat.
  • Wenn Sie dazu neigen, Kalziumphosphatsteine zu bilden, ist für Sie ein eingeschränkter Konsum von stark kalziumhaltigen Speisen, zum Beispiel Milchprodukten, zur Vorbeugung wichtig.

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