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Nierensteine, Nephrolithiasis
Nierensteine, NephrolithiasisNierensteine, Nephrolithiasis: UrsachenStand: 6. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Entstehung der Nierensteine bei der Nephrolithiasis (Nierensteinkrankheit) ist die Folge einer erhöhten Konzentration bestimmter Stoffe im Harn. Die möglichen Ursachen hierfür sind vielfältig: Sie reichen von einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr und von Ernährungsfaktoren über Bewegungsmangel bis hin zu bestimmten Stoffwechselerkrankungen und erblich bedingten Faktoren. In den meisten Fällen ist die für Nierensteine verantwortliche Ursache unklar. Die an der Bildung der Nierensteine beteiligten Stoffe sind Bestandteile des Harns, die der Körper normalerweise in gelöstem Zustand über die Nieren ausscheidet. Dazu gehören Kalzium, Phosphat, Oxalat (Salz der Oxalsäure), Harnsäure und Zystin. Sind diese Stoffe so reichlich im Harn vorhanden, dass sie sich nicht mehr lösen, kristallisieren sie aus. In der Folge lagern sich bei entsprechender Harnkonzentration immer neue Schichten an die ausgefällten Kristalle an, sodass sich zwiebelschalenartige Nierensteine bilden, die ständig wachsen. Auch bei gesunden Menschen kommt es immer wieder zu einer hohen Konzentration bestimmter im Harn gelöster Stoffe. So ist der Harn zum Beispiel oft mit Oxalat übersättigt. Im Normalfall scheidet der Körper die ausgefällten Kristalle jedoch unbemerkt über den Urin aus, ohne dass sich Nierensteine bilden. Die erhöhte Konzentration der einzelnen Harnbestandteile reicht nicht aus, um die Kristalle zu echten Steinen heranwachsen zu lassen. Dazu sind weitere Auslöser erforderlich – etwa ein Mangel an Faktoren, die die Steinbildung hemmen. Diese kommen natürlicherweise im Harn vor und heißen Steinbildungsinhibitoren (lat. Inhibitor = Hemmstoff) oder auch antilithogene Substanzen. Bei Menschen, die für Nierensteine anfällig sind, treten diese Hemmstoffe in geringeren Konzentrationen im Urin auf. Bekannte Steinbildungshemmer sind:
Darüber hinaus hat auch der pH-Wert des Urins, der dem Säuregehalt entspricht, einen entscheidenden Einfluss auf die Löslichkeit der verschiedenen Harnbestandteile. So begünstigt ein alkalischer Urin (pH > 7,0), der zum Beispiel bei einer Infektion der ableitenden Harnwege mit bestimmten Bakterien wie Proteus, Klebsiellen oder Pseudomonas entsteht, die Bildung phosphathaltiger Nierensteine. Ein stark saurer Urin dagegen (pH < 5,75) fördert das Auftreten von Harnsäuresteinen. Weiterlesen: Nierensteine, Nephrolithiasis: Ursachen – Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) Das könnte Sie auch interessieren
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