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Nierensteine, Nephrolithiasis

Nierensteine, Nephrolithiasis: Diagnose

Stand: 6. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Da Nierensteine nicht immer zu Beschwerden führen, erfolgt bei der Nephrolithiasis (Nierensteinleiden) die Diagnose oft nur zufällig bei einer Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung des Bauchs, bei der der Arzt in aller Regel auch die Nieren darstellt.

Bei vielen Menschen mit Nephrolithiasis weist bereits die Krankengeschichte (wiederholte Steinabgänge, weitere Betroffene in der Familie, Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, Medikamenteneinnahme) auf die Ursache für die Nierensteine hin. Als Anzeichen für eine mögliche Harnstauung in der Niere zeigt sich bei der körperlichen Untersuchung häufig ein Druckschmerz in der Flankengegend.

Ein sehr häufiges Anzeichen für Nierensteine ist Blut im Urin (Hämaturie), was bei einer Urinuntersuchung feststellbar ist. Mitunter finden sich auch weiße Blutkörperchen (Leukozyturie) im Urin. Zur Diagnose der Nephrolithiasis erfolgt auch eine Blutentnahme, um im Blut bestimmte Werte wie Harnsäure, Kalzium oder Kreatinin zu überprüfen und mögliche Risikofaktoren für die Steinbildung zu erkennen. Außerdem lassen diese Werte Rückschlüsse auf die Nierenfunktion zu.

Die eigentliche Diagnose der Nephrolithiasis gelingt durch bildgebende Verfahren: Mithilfe einer Röntgen- und Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Nieren lässt sich bestimmen, wie viele Nierensteine vorliegen, wie groß sie sind und wo genau sie sich befinden. Auch eine vorliegende Harnstauung beziehungsweise entzündliche Prozesse in der Niere sind so nachweisbar.

Steht die Diagnose fest, liefert eine sogenannte Ausscheidungsurographie Hinweise auf die Art der Nierensteine und zeigt das Ausmaß eines vorliegenden Harnverschlusses. Hierbei erhalten die Betroffenen ein Kontrastmittel, das sie unter Röntgenkontrolle über die Nieren ausscheiden. Eine solche Urographie sollte jedoch nicht während einer akuten Nierenkolik erfolgen, da das Kontrastmittel die Harnausscheidung (Diurese) steigert – dies kann die Beschwerden der Nephrolithiasis verstärken.

Weiterlesen: Nierensteine, Nephrolithiasis: Therapie

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