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Nierenentzündung (Glomerulonephritis)
Nierenentzündung (Glomerulonephritis)Nierenentzündung (Glomerulonephritis): VerlaufStand: 20. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Nierenentzündung (Glomerulonephritis) ist der Verlauf sehr verschieden, abhängig davon, um welche Form es sich handelt. Die akuten Formen der Nierenentzündung sind meist nur mit geringen Beschwerden verbunden und führen – wenn sie frühzeitig behandelt werden – nicht zu dauerhaften Schädigungen der Nieren. Chronische Verlaufsformen der Nierenentzündung sind dagegen oft behandelbar, aber nicht heilbar; im Laufe der Zeit können die Nieren so stark geschädigt werden, dass eine dauerhafte Dialyse-Behandlung erforderlich sein kann. Akute GlomerulonephritisBei einer akuten Glomerulonephritis dauert es meist ein bis vier Wochen, bis die ersten Symptome auftreten und diese sind meist auch nur schwach ausgeprägt. Sie beginnen in der Regel mit allgemeinem Krankheitsgefühl und Kopfschmerzen. Häufig kommen bei dieser Form der Nierenentzündung Schmerzen im Lendenbereich hinzu. Die akute Glomerulonephritis heilt oft von alleine aus. Liegt gleichzeitig eine bakterielle Infektion vor, kann der Arzt Antibiotika verordnen. Rasch progrediente Glomerulonephritis (RPGN)Bei der rasch progredienten (fortschreitenden) Glomerulonephritis (RPGN) können neben Fieber und Abgeschlagenheit auch Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) auftreten. Im Urin lässt sich wahrscheinlich Blut nachweisen. Je früher eine rasch fortschreitende Glomerulonephritis behandelt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Ohne Behandlung verschlechtert sich bei dieser Form der Nierenentzündung die Nierenfunktion schnell (innerhalb von Tagen bis Monaten) und macht ein Nierenversagen wahrscheinlich. Eine regelmäßige Blutwäsche (Dialyse) kann dann die Aufgaben der Niere übernehmen. Nephrotisches SyndromDas nephrotische Syndrom zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Symptome gleichzeitig auftreten, wie zum Beispiel:
Häufig ist das nephrotische Syndrom die Folge anderer Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) oder gesundheitlicher Probleme (z.B. unnötige übermäßige Einnahme von Medikamenten). Ohne Therapie entwickelt sich bei 90 Prozent der Patienten eine Nierenschwäche. Ein frühzeitiger Therapiebeginn ist bei dieser Form der Nierenentzündung deshalb sehr wichtig. Chronische GlomerulonephritisEine chronische Glomerulonephritis verläuft häufig über Jahre unbemerkt, da lange Zeit keine Symptome auftreten. Die Nierenfunktion lässt dabei immer mehr nach und versagt häufig sogar ganz, sodass als einzige Behandlungsmöglichkeit im fortgeschrittenen Stadium eine Dialyse beziehungsweise eine Nierentransplantation infrage kommt. Asymptomatische Proteinurie (Eiweiß im Urin) und / oder Hämaturie (Blut im Urin)Bei einer asymptomatischen Proteinurie (Eiweiß im Urin) und / oder Hämaturie (Blut im Urin) ist die Prognose langfristig gut und eine Therapie meist nicht notwendig. Eine regelmäßige Kontrolle der Urinwerte ist jedoch zu empfehlen, damit mögliche Veränderungen der Nierenfunktion rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Weiterlesen: Nierenentzündung (Glomerulonephritis): Vorbeugen Das könnte Sie auch interessieren
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