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Nierenentzündung (Glomerulonephritis)
Nierenentzündung (Glomerulonephritis)Nierenentzündung (Glomerulonephritis): SymptomeStand: 20. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Nierenentzündung (Glomerulonephritis) hängen die Symptome von der vorliegenden Form ab. Zum Teil dauert es Jahre, bis die Betroffenen erste Symptome bemerken, denn im Unterschied zu einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) verläuft sie meist schmerzfrei. Am ehesten zeigt sich eine Nierenentzündung durch eine Veränderung des Urins. Ein trüber Urin weist darauf hin, dass Eiweiß ausgeschieden wird. Dies bezeichnet man als Proteinurie. Wird nur sehr wenig Eiweiß ausgeschieden, ist dies unter Umständen mit bloßem Auge jedoch nicht erkennbar. Ist der Urin dunkel gefärbt, kann beigemengtes Blut die Ursache sein – Mediziner sprechen hier von einer Hämaturie . Die Blutmenge im Urin kann jedoch auch so gering sein, dass sie nicht mit bloßem Auge sichtbar ist, sondern sich nur durch eine mikroskopische Urinuntersuchung nachweisen lässt. Dies bezeichnet man als Mikrohämaturie. In manchen Fällen lagert sich bei einer Nierenentzündung auch Wasser im Gewebe ein (Ödeme) und lässt dieses anschwellen. Bei manchen Betroffenen entwickelt sich durch die Nierenentzündung ein Bluthochdruck; Symptome wie Kopfschmerzen und Sehstörungen können die Folge sein. Akute GlomerulonephritisBei einer akuten Glomerulonephritis treten meist Symptome auf wie:
Häufig geht einer akuten Glomerulonephritis eine bakterielle Hals-, Kehlkopf- oder Mandelentzündung voraus (meist durch Bakterien namens Streptokokken verursacht). Bei dieser Form der Nierenentzündung treten die Symptome meist nur sehr schwach auf. Rasch progrediente Glomerulonephritis (RPGN)Die rasch progrediente (= fortschreitende) Glomerulonephritis (RPGN) äußert sich unter anderem durch Beschwerden wie:
Nephrotisches SyndromBeim nephrotischen Syndrom kommt es zu Symptomen wie:
Bei längerem Verlauf kann es außerdem zu folgenden Beschwerden kommen:
Chronische GlomerulonephritisEine chronische Glomerulonephritis verläuft häufig viele Jahre lang unbemerkt und beschwerdefrei. Erst, wenn diese Form der Nierenentzündung weit fortgeschritten ist, entwickeln sich Symptome, die sich auf eine Nierenschwäche zurückführen lassen: Asymptomatische Proteinurie (Eiweiß im Urin) und / oder Hämaturie (Blut im Urin)Bei einer asymptomatischen Proteinurie beziehungsweise Hämaturie scheidet der Körper Eiweiß beziehungsweise Blut mit dem Urin aus, ohne dass weitere Beschwerden auftreten. Das Eiweiß oder Blut im Urin ist nicht immer mit bloßem Auge zu erkennen. Meist stellt der Arzt dies daher bei einer Urinuntersuchung als Zufallsbefund fest. Bei einer höheren Eiweißausscheidung im Urin trübt sich dieser, bei Blutausscheidung färbt er sich rötlich. Nicht selten findet sich Eiweiß oder Blut im Urin, ohne dass weitere Beschwerden auftreten. Weiterlesen: Nierenentzündung (Glomerulonephritis): Diagnose Das könnte Sie auch interessieren
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