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Nierenbecken­entzündung (Pyelonephritis)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (22. April 2013)

Bei der Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) ist das Nierenbecken, ein Teil der Niere, akut oder chronisch entzündet. Häufigste Ursache: eine aufsteigende Infektion. Hierbei gelangt der Erreger über die Harnröhre in die Blase und von dort über den Harnleiter weiter ins Nierenbecken. Frauen sind aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre daher wesentlich häufiger von einer Nierenbeckenetzündung betroffen als Männer.

Dies geschieht zum Beispiel schnell bei Harnabflussstörungen: Wenn der Urin nicht richtig ablaufen kann (z.B. durch einen Harnstein), können die Erreger leichter aufsteigen. Meist handelt es sich hierbei um Bakterien: Vor allem das (Darm-)Bakterium Escherichia coli ist oft an einer Pyelonephritis beteiligt.

Eine Nierenbeckenentzündung kann verschiedene Symptome auslösen und akut oder chronisch verlaufen. Für eine unkomplizierte akute Pyelonephritis sind folgende Symptome typisch:

Die chronische Pyelonephritis verläuft schubweise, kann aber lange Zeit ohne Beschwerden bleiben. Nach einiger Zeit beeinträchtigt die chronische Nierenbeckenentzündung jedoch die Nierenfunktion, was im Extremfall bis hin zur Niereninsuffizienz reichen kann. Eine chronische Nierenbeckenentzündung kann Anzeichen auslösen wie:

Um die Diagnose einer Nierenbeckenentzündung zu stellen, sind eine körperliche Untersuchung sowie eine Blut- und Urinuntersuchung nötig. Zusätzlich setzt der Arzt bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) und Röntgenuntersuchungen ein. Um den Erreger der Pyelonephritis zu identifizieren und so die geeigneten Medikamente bestimmen zu können, legt der Arzt aus einer Urinprobe eine Urinkultur an.

Gegen eine Nierenbeckenentzündung kommen als Behandlung in der Regel mindestens sieben Tage lang Antibiotika zum Einsatz. Verursacht die Nierenbeckenentzündung dann immer noch Fieber, verlängert der Arzt die Behandlung.

Um die Pyelonephritis-Therapie zu unterstützen, ist es empfehlenswert, Bettruhe einzuhalten sowie möglichst viel zu trinken und so die Erreger auszuschwemmen. Gegen die allgemeinen Beschwerden helfen fiebersenkende und entzündungshemmende Mittel.






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