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Nierenbecken- entzündung (Pyelonephritis)
Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)Stand: 4. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei der Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) ist das Nierenbecken, ein Teil der Niere, akut oder chronisch entzündet. Frauen sind aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre wesentlich häufiger betroffen als Männer. Meistens hat eine Nierenbeckenentzündung ihre Ursachen in einer aufsteigenden Infektion: Wenn Erreger über die Harnröhre in die Blase gelangen, können sie von dort über den Harnleiter ins Nierenbecken wandern und eine Entzündung auslösen. Dies geschieht zum Beispiel schnell bei Harnabflussstörungen: Wenn der Urin nicht richtig abfließen kann (z.B. durch einen Harnstein), können die Erreger leichter aufsteigen. Meist handelt es sich hierbei um Bakterien: Vor allem das (Darm-)Bakterium Escherichia coli ist oft an einer Pyelonephritis beteiligt. Eine Nierenbeckenentzündung kann unterschiedlich verlaufen und entsprechend verschiedene Symptome auslösen. Klassische Anzeichen für eine unkomplizierte akute Pyelonephritis sind:
Die chronische Pyelonephritis verläuft schubweise, kann aber lange Zeit ohne Symptome bleiben. Nach einiger Zeit ist jedoch bei einer chronischen Nierenbeckenentzündung die Nierenfunktion beeinträchtigt, was im Extremfall bis hin zur Niereninsuffizienz reichen kann. Zu den möglichen Beschwerden gehören:
Um die Diagnose einer Nierenbeckenentzündung zu stellen, sind eine körperliche Untersuchung, eine Blut- und eine Urinuntersuchung nötig. Zusätzlich kommen bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) und Röntgenuntersuchungen zum Einsatz. Um den Erreger der Pyelonephritis zu identifizieren und die geeignete Therapie festzulegen, legt der Arzt aus einer Urinprobe eine Urinkultur an. Gegen eine Nierenbeckenentzündung erfolgt in der Regel eine mindestens siebentägige Antibiotika-Behandlung. Besteht dann immer noch Fieber, ist es ratsam, die Behandlung zu verlängern. Daneben ist es zur Pyelonephritis-Therapie empfehlenswert, Bettruhe einzuhalten und möglichst viel zu trinken, um die Erreger auszuschwemmen. Gegen die allgemeinen Beschwerden helfen fiebersenkende und entzündungshemmende Mittel. Weiterlesen: Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis): Definition Das könnte Sie auch interessieren
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