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Nierenbecken­entzündung (Pyelonephritis)

Veröffentlicht von: Carolin Grob (11. August 2014)

Fieber, Abgeschlagenheit, heftige Flankenschmerzen – bei einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) fühlen sich die Betroffenen plötzlich richtig krank. Dabei ist das Nierenbecken akut oder chronisch entzündet. Häufigste Ursache: eine aufsteigende Infektion. Hierbei gelangt der Erreger über die Harnröhre in die Blase und von dort über den Harnleiter weiter ins Nierenbecken. Frauen sind aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre wesentlich häufiger sowohl von einer Blasen- wie auch von einer Nierenbeckenetzündung betroffen als Männer.

Auch wenn der Harnabfluss gestört ist und der Urin nicht richtig ablaufen kann (z.B. durch einen Harnstein), können die Erreger leichter aufsteigen. Meist handelt es sich hierbei um Bakterien: Vor allem das (Darm-)Bakterium Escherichia coli ist oft an einer Pyelonephritis beteiligt.

Eine Nierenbeckenentzündung betrifft meist nur eine Niere und kann akut oder chronisch verlaufen. Für eine unkomplizierte akute Pyelonephritis sind folgende Symptome typisch:

Die chronische Pyelonephritis verläuft schubweise, kann aber lange Zeit ohne Beschwerden bleiben. Nach einiger Zeit beeinträchtigt die chronische Nierenbeckenentzündung jedoch die Nierenfunktion, was im Extremfall bis hin zur Niereninsuffizienz reichen kann. Eine chronische Nierenbeckenentzündung kann Anzeichen auslösen wie:

Um die Diagnose einer Nierenbeckenentzündung zu stellen, sind eine körperliche Untersuchung sowie eine Urin- und eventuell auch eine Blutuntersuchung nötig. Zusätzlich setzt der Arzt bildgebende Verfahren wie eine Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) und mitunter auch Röntgenuntersuchungen ein. Um den Erreger der Pyelonephritis zu identifizieren und so die geeigneten Medikamente bestimmen zu können, legt der Arzt aus einer Urinprobe eine Urinkultur an.

Eine Nierenbeckenentzündung behandlet man in der Regel mindestens sieben Tage lang mit einem Antibiotikum. Verursacht die Nierenbeckenentzündung dann immer noch Fieber, verlängert der Arzt die Behandlung.

Um die Pyelonephritis-Therapie zu unterstützen, ist es empfehlenswert, Bettruhe einzuhalten und möglichst viel zu trinken, um die Nieren gut durchzuspülen und die Erreger auszuschwemmen. Gegen die allgemeinen Beschwerden helfen fiebersenkende und entzündungshemmende Mittel.






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