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Nierenbecken- entzündung (Pyelonephritis)
Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis): TherapieStand: 4. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Da die Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) sehr häufig durch Bakterien entsteht, besteht die Therapie in der Regel aus Antibiotika, die mindestens sieben Tage lang einzunehmen sind. Dabei kann zunächst ein Breitband-Antibiotikum zum Einsatz kommen, an dessen Stelle Sie später (sobald der genaue Erreger bestimmt ist) gezielter wirkende Mittel erhalten. (Um den Erreger der Nierenbeckenentzündung zu identifizieren und das passende Medikament zu bestimmen, legt der Arzt schon bei der Diagnose aus einer Urinprobe eine Urinkultur an.) Haben Sie nach siebentägiger Antibiotika-Einnahme immer noch Fieber, ist es ratsam, die Behandlung fortzusetzen. Während der Antibiotika-Therapie halten Sie am besten Bettruhe ein. Außerdem ist es bei einer Nierenbeckenentzündung wichtig, nach Möglichkeit viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da dies die Ausschwemmung von Erreger begünstigt. Gegen die allgemeinen Beschwerden der Pyelonephritis helfen Ihnen fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente. Ein paar Wochen nach Ende der antibiotischen Pyelonephritis-Therapie ist eine weitere Urinkultur zu Kontrollzwecken ratsam. Wenn neben der Nierenbeckenentzündung auch eine Harnabflussstörung vorliegt, ist es für eine erfolgreiche Behandlung notwendig, die Ursache für den gestörten Harnabfluss (z.B. Harnsteine) zu finden und möglichst zu beseitigen. Bei der chronischen Form der Nierenbeckenentzündung ist es notwendig, jeden infektiösen Schub mit Antibiotika zu behandeln. Bei mehrfacher erfolgloser Antibiotika-Therapie in Form von Tabletten ist es ratsam, die Pyelonephritis stationär in einem Krankenhaus behandeln zu lassen, wo Sie die Antibiotika über eine Infusion erhalten. Bei Kindern zielt die Behandlung der chronischen Nierenbeckenentzündung vor allen Dingen darauf ab, den Harnrückfluss zu behandeln – anschließend erhalten sie über einen längeren Zeitraum Antibiotika. Bei der als xanthogranulomatöse Pyelonephritis bezeichneten, seltenen Sonderform der chronischen Nierenbeckenentzündung kommen zur Therapie ebenfalls zunächst Antibiotika zum Einsatz, um die Entzündung einzudämmen. Anschließend erfolgt eine Operation, bei welcher der Operateur die betroffene Niere (je nach Befall) teilweise oder ganz entfernt (sog. Nephrektomie) Weiterlesen: Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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