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Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (07. Februar 2014)

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) kann Symptome wie Schwindel, Müdigkeit sowie kalte Hände und Füße hervorrufen. Abgesehen davon hat er an sich keine negativen gesundheitlichen Folgen.

Ein niedriger Blutdruck kann verschiedene Ursachen haben – zum Beispiel eine Grunderkrankung (wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schilddrüsenunterfunktion), bestimmte Medikamente oder Flüssigkeitsverlust. Meistens jedoch ist der Blutdruck dauerhaft niedrig, ohne dass Gründe hierfür zu erkennen sind: Oft sind junge, schlanke Menschen (v.a. Frauen) betroffen – den Zustand bezeichnen Mediziner dann als konstitutionelle Hypotonie.

Sehr häufig besteht ein niedriger Blutdruck auch nur vorübergehend durch eine sogenannte orthostatische Dysregulation: Die orthostatische Hypotonie tritt vor allem bei jungen, schlanken Mädchen sowie in Stresssituationen oder in stark aufgeheizten Räumen auf. Dabei sackt das Blut durch längeres Stehen oder bei einem plötzlichen Übergang vom Liegen zum Stehen in die unteren Körperabschnitte.

An sich ist ein niedriger Blutdruck nicht gefährlich. Im Gegenteil: Wenn die Blutdruckwerte ohne erkennbaren Grund dauerhaft zu niedrig sind, bedeutet dies sogar eine höhere Lebenserwartung und einen niedrigeren Krankheitsstand. Wenn der Blutdruck sinkt und es zur Hypotonie kommt, strömt allerdings weniger Blut durch das Gehirn, sodass es weniger Sauerstoff erhält.

Daher kann ein zu niedriger Blutdruck als Symptome Sehstörungen (Schwarzwerden vor den Augen), Ohrensausen, Schwindel oder Ohnmacht (Kollaps) verursachen: Besonders wenn – wie bei der orthostatischen Hypotonie – der Blutdruck plötzlich abfällt, reagiert der Körper schnell mit Ohnmacht. Im Liegen erholen sich die Betroffenen aber schnell und werden nach kurzer Zeit wach.

Entsprechend kann ein zu niedriger Blutdruck doch mit Risiken verbunden sein: Wer bei einem Blutdruckabfall hinfällt, kann sich bei dem Sturz schnell verletzen. Wenn ein niedriger Blutdruck Beschwerden verursacht, ist eine Behandlung deshalb empfehlenswert. Meist reichen zur Hypotonie-Therapie einfache Maßnahmen (wie regelmäßiger Sport, Wechselduschen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr) aus, um den Blutdruck zu stabilisieren. Medikamente kommen nur in seltenen Fällen zum Einsatz.






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