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Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Definition

Stand: 17. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) liegt per Definition vor, wenn der Blutdruck unter einen bestimmten Messwert fällt. Dabei handelt es sich um den bei der Blutdruckmessung üblicherweise zuerst genannten Wert (sog. systolischer Wert): Ist er geringer als 105 Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg), gilt der Blutdruck als niedrig. Der systolische Blutdruck entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in die Arterien pumpt. Die Durchblutung der einzelnen Organe, vor allem die Durchblutung des Gehirns, hängt vom systolischen Blutdruck ab. Dementsprechend ruft ein niedriger Blutdruck vor allem dadurch Beschwerden hervor, dass das Gehirn akut schlechter durchblutet ist.

Ein niedriger diastolischer Blutdruck (der Druck, der entsteht, wenn das Herz nach dem Zusammenziehen erschlafft) spielt für die Durchblutung von Organen nur eine untergeordnete Rolle. Der diastolische Blutdruckwert ist der bei der Blutdruckmessung an zweiter Stelle genannte. Bei Menschen, deren Blutdruck zu niedrig ist, liegt er unterhalb von 65 bis 60 Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg).

Anders als der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) führt ein zu niedriger Blutdruck nicht zu einer dauerhaften Schädigung der Blutgefäße.

Weiterlesen: Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Definition – Häufigkeit

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