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Nickelallergie

Stand: 6. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die zählt zu den häufigsten Allergien der westlichen Welt: In Deutschland reagieren bis zu zehn Prozent der Frauen und Kinder und etwa ein Prozent der Männer überempfindlich auf Nickel.

Die Nickelallergie ist erblich bedingt: Wer entsprechend veranlagt ist, reagiert besonders empfindlich und entwickelt eher eine Allergie gegen Nickel als andere. Als Auslöser für die Nickelallergie kommen viele verschiedene nickelhaltige Gegenstände und Substanzen infrage. Auch zahlreiche Lebensmittel enthalten Nickel und können dazu führen, dass die Allergie zutage tritt. Mögliche Ursachen für die allergische Reaktion sind zum Beispiel:

  • Schmuck (z.B. Ohrringe)
  • Uhren
  • Gürtel (nickelhaltige Nieten oder Gürtelschnallen)
  • Brillen und Zahnprothesen
  • Knöpfe (z.B. Metallknöpfe an Jeanshosen)
  • Essbesteck
  • Reißverschlüsse
  • Münzgeld
  • Haarpflege- und Waschmittel
  • Erdbeeren
  • Hülsenfrüchte
  • Kakao
  • Nüsse
  • Lebensmittel aus Konservendosen

Die Nickelallergie ist eine sogenannte Kontaktallergie, denn: Der direkte Kontakt mit Nickel löst bei Menschen mit entsprechender Allergie ein allergisches Kontaktekzem (Kontaktdermatitis) auf der Haut aus. Es treten Hautausschlag, Juckreiz und Rötungen der Haut auf. Typischerweise zeigen sich diese Nickelallergie-Symptome nur an der Stelle, die mit dem Nickel in Berührung gekommen ist.

Eine Nickelallergie ist mit einem Allergietest diagnostizierbar. Die Behandlung besteht vor allem darin, nickelhaltige Gegenstände zu meiden (Achtung: Auch Zigaretten enthalten Nickel!) und Ekzeme mit Salben oder Cremes zu behandeln. In der Regel klingen die Symptome der Nickelallergie dann innerhalb weniger Tage ab.

Wenn sich der Auslöser der Nickelallergie innerhalb des Körpers befindet, (weil z.B. eine Prothese, ein Implantat oder Zahnersatz Nickel enthält) ist es notwendig, das nickelhaltige Material zu entfernen und durch nickelfreies Material zu ersetzen.

Wer im Allgemeinen zu den empfindlicheren Menschen gehört oder schon überempfindlich auf Nickel reagiert, kann Folgendes tun, um einer Nickelallergie vorzubeugen:

  • Kontakt mit nickelhaltigen Materialien vermeiden (dies bedeutet auch: auf Piercings verzichten!)
  • keinen Beruf wählen, in dem häufiger Kontakt mit Nickel unumgänglich ist (z.B. Friseur, Juwelier, Uhrmacher, Kassierer, Zahnarzthelfer)
  • individuelle Schutzmaßnahmen ergreifen (z.B. Schutzhandschuhe, Hautschutzschaum, Hautschutzsalben)

Weiterlesen: Nickelallergie: Definition

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