Variante der Creutzfeldt-Jakob-­Krankheit (vCJK) : Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Dezember 2014)

Bisher gibt es kein sicheres Nachweisverfahren, um die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) festzustellen. Die Beschwerden und ihr Verlauf geben aber bereits Hinweise auf eine mögliche vCJK. Diese können jedoch auch durch andere Erkrankungen hervorgerufen werden, die der Arzt durch verschiedene Untersuchungen ausschließen kann, zum Beispiel durch:

Bei vielen vCJK-Erkrankten finden sich bei der Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns Auffälligkeiten im Hirngewebe. Außerdem kann der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie) aus den Mandeln entnehmen, bei der er eventuell Prionen nachweisen kann.

Problematisch sind infizierte, aber noch beschwerdefreie Personen, welche die krankmachenden Prionen etwa über Blutspenden weitergeben können. Die Forschung konzentriert sich daher auf den Nachweis der vCJK-Erreger im Blut. Hierbei ergaben sich bereits erste Fortschritte bei der Entwicklung eines Bluttests an mit vCJK infizierten Hamstern, die noch keine Symptome aufwiesen.

Gehirngewebeuntersuchung

Eine sichere Diagnose der vCJK ist erst nach dem Tod durch eine Untersuchung des Gehirns möglich: Hierbei findet sich eine sogenannte Astrogliose, bei der die Stützzellen des Gehirns (sog. Astrozyten) anschwellen und in der Folge absterben. Auf diese Weise entstehen Löcher im Gehirngewebe, die an einen Schwamm erinnern. Darunter leiden auch die Nervenzellen und ihre Verbindungen untereinander, sie sterben in der Folge ebenfalls ab. Bei längerem Krankheitsverlauf lagern sich Plaques (verklumpte Prion-Eiweiße) in der Nähe der Blutgefäße ab.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst