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Neurofibromatose

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (22. März 2016)

© Jupiterimages/AbleStock.com

Unter dem Begriff Neurofibromatose fasst man eine Gruppe von Erbkrankheiten zusammen. Besonders häufig tritt die Neurofibromatose Typ 1 auf: Etwa eines von 3.000 Neugeborenen ist betroffen. Die Neurofibromatose Typ 2 kommt hingegen wesentlich seltener vor.

Die Neurofibromatose Typ 1 ist auch unter den Namen Morbus Recklinghausen, Recklinghausen-Krankheit oder von-Recklinghausen-Syndrom bekannt. Hauptmerkmal der Erkrankung sind Veränderungen der Haut: Häufig haben die Betroffenen bereits im Säuglingsalter Pigmentflecken. Diese Flecken nennt man aufgrund ihrer hellbraunen Farbe Café-au-lait-Flecken oder Milchkaffeeflecken.

Zudem kann eine sommersprossenartige Pigmentierung, die insbesondere in den Achselhöhlen oder in der Leistenregion auftritt, ein Anzeichen für Neurofibromatose Typ 1 sein.

Ebenfalls typisch für Morbus Recklinghausen sind gutartige Knötchen in der Haut, die Mediziner als Neurofibrome bezeichnen. Die Neurofibrome treten meist im Kindesalter oder während der Pubertät erstmals auf. In einigen Fällen ist die Ausprägung der Neurofibromatose auf solche Hauterscheinungen beschränkt. Bei anderen Betroffenen kommen weitere Symptome hinzu, die die Augen, die Knochen oder das Nervensystem (z.B. epileptische Anfälle) betreffen können. Der Verlauf der Neurofibromatose Typ 1 ist schwer vorherzusagen, da sich die Erkrankung individuell sehr unterschiedlich entwickelt.

Das Bild zeigt ein Baby. © Jupiterimages/iStockphoto

Neurofibromatose Typ 1 macht sich in der Regel schon bei Babys bemerkbar.

Hauptmerkmal der Neurofibromatose Typ 2 sind gutartige Tumoren, die meist vom Hirngewebe beziehungsweise von den Hirnnerven ausgehen. Das Wachstum der Tumoren kann zu Hörproblemen, Gleichgewichtsstörungen oder zu Lähmungserscheinungen führen. Hauterscheinungen zeigen sich bei Neurofibromatose Typ 2 nicht so häufig wie beim Typ 1.

Je früher der Arzt eine Neurofibromatose diagnostiziert, desto besser: Mögliche Komplikationen kann er so rechtzeitig erkennen und abwenden.

Neurofibromatose ist zwar nicht heilbar – durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt können Sie jedoch möglichen Komplikationen vorbeugen. Betroffene mit Neurofibromatose sollten mindestens einmal jährlich zur Untersuchung gehen.

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