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Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis)Tests & ChecksRund um Allergien
Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis)Äußerliche BehandlungStand: 30. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei der Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) lassen sich die meisten Schübe durch eine äußerliche (topische) Behandlung mit Medikamenten in den Griff bekommen. Bei dieser Therapie spielen besonders die folgenden Substanzen eine Rolle:
KortisonIn der Kurzzeitbehandlung der Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist Kortisonsalbe sehr wirksam. Im Gesicht und an empfindlichen Hautstellen (wie am Hals) ist es für die äußerliche (topische) Behandlung mit Kortison allerdings ratsam, nur schwache Kortisonsalben anzuwenden – und auch dies nur kurzfristig. Kortison unterdrückt die Überreaktion des Immunsystems, sodass die Entzündung durch diese Therapie zurückgeht. Dies stabilisiert die Haut und lindert den Juckreiz. Kortisonsalben haben im Vergleich zu innerlich angewendetem Kortison sehr wenige Nebenwirkungen. Sie eignen sich jedoch nicht für eine lang andauernde Therapie der Neurodermitis, weil es dann zu einer Verdünnung (Atrophie) der Haut kommen kann, sodass diese zunehmend empfindlicher ist. Weitere mögliche Nebenwirkungen einer dauerhaft angewendeten Kortisonsalbe sind Dehnungsstreifen, kleinfleckige Kapillarblutungen in die Haut (Purpura) und die sogenannte Mundrose, eine Entzündung der Gesichtshaut. Außerdem verliert Kortison bei einer Daueranwendung an Wirksamkeit. Calcineurin-HemmerBei einer Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) kommen im Rahmen der äußerlichen Therapie häufig sogenannte Cacineurin-Hemmer zum Einsatz. Calcineurin-Hemmer wirken speziell auf die bei der Entzündung beteiligten weißen Blutkörperchen (T-Lymphozyten). Dadurch, dass sie die Ausschüttung von Botenstoffen (Zytokinen) in der Haut blockieren, kommt die Entzündungsreaktion zum Erliegen. Die Hautveränderungen bilden sich zurück und der Juckreiz lässt nach. Sobald die ersten Symptome der Neurodermitis auftreten, sollte die äußerliche Anwendung von Salben oder Cremes mit Calcineurin-Hemmern wie Pimecrolimus oder Tacrolimus erfolgen. Dies gilt auch für die ersten Anzeichen eines Rückfalls. Diese frühe Behandlung mit einem Calcineurin-Hemmer ist sinnvoll, weil sich so Krankheitsschübe abfangen lassen beziehungsweise die Schübe viel schwächer verlaufen. Calcineurin-Hemmer sind auch für empfindliche Bereiche wie Gesicht und Hals zur äußerlichen Behandlung geeignet, weshalb sie hier das Therapiemittel der ersten Wahl darstellen. Am restlichen Körper kommen sie zur Kurzzeitbehandlung einer ausgeprägten Neurodermitis nur zur Anwendung, wenn die Betroffenen keine Kortisonsalben vertragen oder diese keine genügende Wirkung zeigen. Im Gegensatz zu Kortison, das bei dauerhafter Anwendung zu Nebenwirkungen führen kann, sind die Wirkstoffe Pimecrolimus oder Tacrolimus auch langfristig anwendbar. Kommt in der Langzeittherapie der Neurodermitis zeitweise oder stetig Pimecrolimus-Creme zum Einsatz, kann dies die Anwendungsdauer von Kortisonsalben verkürzen. Bei der äußerlichen Behandlung mit Tacrolimus-Salbe kann man oft ganz auf Kortisonsalben verzichten. Allerdings sind Calcineurin-Hemmer in Deutschland für Kleinkinder unter zwei Jahren mit Neurodermitis noch nicht zugelassen. Weiterlesen: Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis): Therapie – Innerliche Behandlung Das könnte Sie auch interessieren
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