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Neurinom, Akustikusneurinom

(Stand: 7. Februar 2009)

Neurinome sind gutartige Nervenfasertumoren, die meist in der hinteren Schädelgrube vorkommen. Am häufigsten ist das Akustikusneurinom – eine Geschwulst aus den Schwannschen Zellen, die den Gleichgewichtsnerv (Nervus vestibularis) umhüllen.

Das Akustikusneurinom entsteht bevorzugt im inneren Gehörgang. Dort verläuft, neben dem oberen und unteren Anteil des Gleichgewichtsnerven, auch der Hörnerv, woraus sich die drei typischen Symptome eines Akustikusneurinoms ableiten: ein akuter Hörsturz oder eine fortschreitende Hörminderung, Ohrgeräusche (Tinnitus) und, in selteneren Fällen, Schwindel. Verdächtig sind ungewöhnliche Verläufe eines "typischen" Hörsturzes: plötzliche, immer wiederkehrende Hörverluste auf derselben Seite oder eine auf wenige Tage beziehungsweise Wochen zeitlich begrenzte Besserung der Hörminderung.

Wächst das Akustikusneurinom weiter, kann er aufgrund des eintretenden Platzmangels zu Hirndrucksymptomen (z.B. Erbrechen, Sehstörungen) führen und weitere Gehirnnerven bedrängen. Größere, symptomatische Akustikusneurinome werden daher operativ vom Neurochirurgen oder spezialisierten HNO-Arzt entfernt.

Weiterlesen: Neurinom: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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