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Forenexpertin: Dr. Anja Liekfeld
Forum Augenheilkunde
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Stand: 18. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Netzhautablösung (= Ablatio retinae) ist schnelles Handeln wichtig: Ist die Netzhaut zu lange von ihrem Untergrund gelöst, kann das betroffene Auge im schlimmsten Fall erblinden. Je schneller man die Ablösung operativ behebt, desto größer ist die Chance, dass das Sehvermögen des betroffenen Auges erhalten bleibt.
Bei einer Netzhautablösung hebt sich die lichtempfindliche Schicht der Netzhaut (Photorezeptorschicht) von der darunter liegenden Aderhaut (Pigmentepithel) ab. Hierfür kommen verschiedene Ursachen infrage:
Häufigster Auslöser für eine Netzhautablösung ist der Netzhautriss. Vor allem Kurzsichtigkeit, ein kürzlich operierter grauer Star (Katarakt), Diabetes mellitus und entzündliche Vorgänge oder Tumoren im Auge zählen zu den Risikofaktoren für eine Netzhautablösung.
Als Frühsymptome einer möglichen Netzhautablösung nehmen die Betroffenen Lichtblitze oder einen Schwarm schwarzer Punkte wahr. Schreitet die Erkrankung fort, ist das Gesichtsfeld wie durch einen dunklen Vorhang zunehmend eingeschränkt.
Da die Prognose vom Grad der Netzhautablösung abhängt, sind frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend. Vorstufen der Netzhautablösung sind meist mit einem Laser behandelbar – ansonsten ist eine Operation erforderlich. Bei bekannten Risikofaktoren ist es ratsam, den Augenhintergrund regelmäßig augenärztlich kontrollieren zu lassen, um Vorstufen einer Netzhautablösung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
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