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Netzhautablösung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Mai 2015)

© Jupiterimages/Polka Dot Images

Bei einer Netzhautablösung ist schnelles Handeln entscheidend: Ist die Netzhaut (Retina) zu lange von ihrem Untergrund gelöst, kann das betroffene Auge im schlimmsten Fall erblinden. Daher ist es wichtig, die Anzeichen einer Netzhautablösung zu kennen und entsprechend reagieren zu können.

Als mögliche frühe Symptome einer bevorstehenden Netzhautablösung (auch: Ablatio retinae, Amotio retinae) nimmt das Auge Lichtblitze oder einen Schwarm schwarzer Punkte (sog. Rußregen) wahr. Kommt es zur Ablösung der Netzhaut, ist das Gesichtsfeld vom Rand her wie durch einen dunklen Vorhang zunehmend eingeschränkt.

Für die Netzhautablösung kommen verschiedene Ursachen infrage:

  • Riss: Eine rissbedingte (rhegmatogene) Netzhautablösung entsteht, wenn sich der Glaskörper abhebt, wobei er an den Anheftungsstellen einen Zug auf die Netzhaut des Auges ausübt, bis diese reißt. Jeder Mensch ist altersbedingt irgendwann von einer Glaskörperabhebung betroffen (kurzsichtige Menschen oft schon früher); der Glaskörper kann sich aber auch plötzlich durch äußere Einwirkungen (z.B. nach Prellung des Augapfels) abheben.
  • Zug: Eine zugbedingte (traktive) Netzhautablösung tritt auf, wenn sich die lichtempfindliche Schicht der Netzhaut durch eine Zugeinwirkung von der Aderhaut löst, ohne dass ein Riss entsteht.
  • Flüssigkeitseinlagerung: Eine durch Flüssigkeitseinlagerung bedingte (exsudative) Netzhautablösung entsteht, wenn sich Flüssigkeit aus Gefäßen der Netzhaut oder der Aderhaut im Spalt zwischen der lichtempfindlichen Schicht der Netzhaut und Aderhaut ansammelt.

Am häufigsten hat die Netzhautablösung ihre Ursache in einem Netzhautriss. Risikofaktoren für eine Netzhautablösung sind vor allem:

Bei bekannten Risikofaktoren ist es ratsam, regelmäßig den Augenhintergrund augenärztlich kontrollieren zu lassen, um Vorstufen einer Netzhautablösung rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu lassen, denn: Bei Vorstufen der Netzhautablösung reicht es meist aus, die Netzhaut zu lasern – ansonsten ist eine Operation erforderlich.

Je schneller man eine Netzhautablösung mit einer Operation behebt, desto größer ist die Chance, dass das Sehvermögen des betroffenen Auges erhalten bleibt.



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