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Nesselsucht: Die Auslöser sind vielfältig

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Juni 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Begriff Nesselsucht kommt nicht von ungefähr: Juckreiz und Quaddeln sind typische Symptome – ähnlich wie nach dem Kontakt mit einer Brennnessel. Die Nesselsucht (Urtikaria) zählt zu den weltweit häufigsten Hautkrankheiten.

Die Herausforderung: Nesselsucht ist nicht gleich Nesselsucht – vielmehr gibt es zahlreiche Auslöser, die zu einer Urtikaria führen können. Die Ursachenforschung gleicht daher häufig der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen. Antihistaminika können die Symptome in den meisten Fällen lindern.

Eine Nesselsucht stellt für die erkrankte Person oft eine große Belastung dar. Hinzu kommt die Befürchtung von manchen Außenstehenden, dass Nesselsucht ansteckend sein könnte – was jedoch nicht der Fall ist.

Der Begriff Urtikaria leitet sich vom lateinischen Begriff urtica ab, der so viel wie "Brennnessel" bedeutet. Er weist auf die charakteristischen Symptome der Nesselsucht hin, die mit den Folgen des Brennnessel-Kontakts vergleichbar sind: Es entwickelt sich ein geröteter, quaddelartiger Hautausschlag, der zum Teil sehr stark juckt. In vielen Fällen entstehen bei einer Urtikaria außerdem großflächige Schwellungen des Unterhautgewebes oder bestimmter Schleimhautbereiche, sogenannte Angioödeme.

Die Nesselsucht ist eine komplexe und komplizierte Überempfindlichkeitsreaktion der Haut. Die Urtikaria wird durch bestimmte Zellen des Immunsystems, die sogenannten Mastzellen, ausgelöst. Auf einen Auslöser hin schütten die Mastzellen bestimmte Botenstoffe (insbesondere Histamin) aus, die das Startsignal für eine örtlich begrenzte oder sich großflächig ausbreitende Entzündung der Haut geben. Die möglichen Auslöser einer Nesselsucht sind vielfältig. Sie reichen

  • von bestimmten Medikamenten wie beispielsweise Antibiotika
  • über Nahrungsmittel (z.B. Obst, Gemüse, Getreide, Milchprodukte, Eier) bis hin zu
  • akuten oder auch chronischen Infektionen.
Oft bleibt jedoch der eigentliche Auslöser unentdeckt.

Dauert eine Nesselsucht nicht länger als sechs Wochen, spricht man von einer akuten Urtikaria. Häufig gewinnt die Haut nach Minuten bis wenigen Stunden ihr normales, gesundes Erscheinungsbild zurück. Schwellung, Rötung und Juckreiz verschwinden.

Wenn die Erkrankung länger als sechs Wochen dauert, spricht man von einer chronischen Nesselsucht. Je nach Schweregrad der chronischen Urtikaria können die auftretenden Hautausschläge und Schwellungen Beruf und Privatleben einschränken. Der zusätzliche Juckreiz ist lästig, aber harmlos und lässt sich in der Regel gut behandeln.

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