Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Nebenhoden­entzündung (Epididymitis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. September 2014)

Eine Nebenhodenentzündung (Epididymitis) tritt meist einseitig auf: Dann kommt es zu Schmerzen im Nebenhoden und der Hodensack ist zunehmend geschwollen. Oft besteht gleichzeitig eine Hodenentzündung (Orchitis) – in dem Fall spricht man von einer Orchiepididymitis.

Die Nebenhodenentzündung und ihre Symptome entwickeln sich meist schleichend. Schreitet die Entzündung weiter fort, kommen zur Schwellung und Schmerzhaftigkeit des betroffenen Nebenhodens Allgemeinsymptome wie

Typisch für die Epididymitis sind auch Beschwerden beim Wasserlassen und ein überwärmter Nebenhoden.

Überwiegend kommen für eine Nebenhodenentzündung zwei Ursachen in Betracht. Zum einen kann ein aufsteigender Infekt dazu führen, dass im Nebenhoden eine Entzündung entsteht: Dabei gelangen die Erreger (meist Bakterien) zum Beispiel von einer Harnröhrenentzündung, einer Prostataentzündung oder über einen Dauerkatheter entlang der Samenwege in den Nebenhoden. Zum anderen kann eine Infektion über die Blutbahn zu einer Nebenhodenentzündung führen: In diesem wesentlich selteneren Fall stammen die Erreger der Epididymitis von einem Infektionsherd, der sich in einer anderen Körperregion befindet, und erreichen den Nebenhoden auf dem Blutweg.

Bei einer akuten Nebenhodenentzündung kommen zur Behandlung möglichst frühzeitig Antibiotika sowie entzündungshemmende und abschwellende Medikamente zum Einsatz. Des Weiteren hilft es, die Entzündung örtlich zu behandeln – das heißt: den Nebenhoden kühlen und hochlagern. In der Regel heilt eine akute Epididymitis unter dieser Therapie gut ab.

Je nach Schwere der Entzündung oder bei unzureichender Behandlung kann allerdings auch eine chronische Nebenhodenentzündung entstehen. Als Komplikation der Epididymitis kann es außerdem zu einer Eiteransammlung (Abszessbildung) bis hin zur Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Und die seltene beidseitige Nebenhodenentzündung wirkt sich unter Umständen negativ auf die Zeugungsfähigkeit aus: Durch einen beidseitigen Verschluss der Nebenhodenkanälchen kann eine Unfruchtbarkeit (Verschlussazoospermie) entstehen.






Anzeige