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Nebenhoden­entzündung (Epididymitis): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. September 2014)

Eine frühzeitig und hinreichend behandelte Nebenhodenentzündung (Epididymitis) nimmt in der Regel einen günstigen Verlauf und heilt vollständig ab. Wenn eine akute Nebenhodenentzündung jedoch sehr schwer oder ihre Behandlung nur unzureichend ist, kann sie in eine chronische Nebenhodenentzündung übergehen.

Auch bei der seltenen beidseitigen Nebenhodenentzündung kann der Verlauf ungünstiger sein: Dann kann ein beidseitiger Verschluss der Nebenhodenkanälchen zu einer Unfruchtbarkeit (Verschlussazoospermie) führen. Die im Hoden weiterhin normal gebildeten Samenzellen (Spermien) gelangen dann nicht mehr auf natürlichem Weg in die Samenflüssigkeit. Der Mann ist in diesem Fall zeugungsunfähig. Um sich dennoch einen Kinderwunsch zu erfüllen, bietet sich in dem Fall nur eine spezielle Form der künstlichen Befruchtung (IVF = In-Vitro-Fertilisation) an.

Komplikationen

Eine akute Nebenhodenentzündung (Epididymitis) kann im weiteren Verlauf mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein: So kann sich Eiter ansammeln und eine Eiterhöhle (Abszess) bilden oder eine Blutvergiftung (Sepsis) entstehen. Hat sich als Komplikation ein Abszess gebildet oder sind Zellen im Nebenhoden abgestorben (Nekrosen), ist es meist erforderlich, die Betroffenen zu operieren. In einigen Fällen ist es dann unvermeidlich, Nebenhoden und Hoden zu entfernen. Auch wenn gleichzeitig mit einer stark ausgeprägten Nebenhodenentzündung (Epididymitis) eine Hodenentzündung (Orchitis) auftritt (sog. Epididymo-Orchitis), ist oft die Entfernung von Hoden und Nebenhoden erforderlich.

Wenn gegen die Nebenhodenentzündung schon im frühen Verlauf eine konsequente Behandlung erfolgt, gelingt es jedoch meist, solche schweren Komplikationen zu verhindern.






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