Nebenhoden­entzündung (Epididymitis): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Mai 2016)

Eine Nebenhodenentzündung beziehungsweise Epididymitis ist per Definition eine durch Bakterien oder Viren hervorgerufene Infektion des Nebenhodens. Oft breitet sich die Entzündung auf den Hoden aus, sodass zusätzlich eine Hodenentzündung (Orchitis) entsteht: Diese gleichzeitige Entzündung von Hoden und Nebenhoden bezeichnen Mediziner als Orchiepididymitis. Ein schmerzhaft geschwollener Hoden und Nebenhoden ist meistens auf eine akute Entzündung zurückzuführen.

Anatomie

Dass sich im Rahmen einer Nebenhodenentzündung (Epididymitis) häufig auch der Hoden entzündet, hat seine Ursache in der Anatomie: Der bei einer Nebenhodenentzündung betroffene Nebenhoden (Epididymis) gehört wie der Hoden (Testis) zu den inneren männlichen Geschlechtsorganen. Beide liegen im Hodensack (Skrotum). In den Hoden erfolgt die Bildung des männlichen Samens. Von dort gelangt der Samen in die beiden Nebenhoden, die den Hoden hinten oben anliegen. In den Nebenhoden befinden sich geknäuelte Samenkanälchen, die den Samen vom Hoden in einer Art Speicher – dem Nebenhodengang – lagern. Hier kommt es zur vollständigen Reifung der Spermien.


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