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Nasenpolypen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Februar 2014)

Nasenpolypen sind zwar gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. Wenn Polypen in der Nase jedoch die Nasenatmung behindern, können sie unbehandelt zu einer Reihe von Folgeerkrankungen führen.

Als Ursachen für die Entstehung von Nasenpolypen gelten reizende Einflüsse, die eine Schleimhautreaktion hervorrufen – vor allem chronische Nasennebenhöhlen- und Nasenschleimhautentzündungen. Häufig finden sich die Nasenschleimhautwucherungen auch bei Menschen mit Allergien oder einer Schmerzmittelunverträglichkeit. Warum manche Menschen Polypen in der Nase bekommen und andere nicht, ist allerdings nicht genau bekannt.

Die meisten Menschen mit Nasenpolypen sind über 30 Jahre alt – bei Kindern sind Polypen in der Nase selten. Das betroffene Kind hat fast immer gleichzeitig Mukoviszidose; umgekehrt hat jedes dritte Kind mit Mukoviszidose auch Nasenpolypen.

Bedingt durch ihr Wachstum können bei Nasenpolypen mit der Zeit folgende Symptome auftreten:

  • näselnde Stimme
  • Schnarchen
  • Nasennebenhöhlen-Entzündungen
  • Entzündungen der oberen Luftwege
  • Mittelohrentzündungen
  • Kopfschmerzen
  • vermehrte Schleimsekretion aus der Nase
  • eingeschränktes Riechvermögen
  • im fortgeschrittenen Stadium: verdickte Nase, vergrößerter Augenabstand

In der Regel ist es leicht, Nasenpolypen zu diagnostizieren. Die Wucherungen frühzeitig zu behandeln kann möglichen Folgeerkrankungen vorbeugen: Die von den Polypen in der Nase hervorgerufenen Symptome verschwinden dann meist vollständig. Vor allem gegen kleine Nasenpolypen sind zur Behandlung Kortisonpräparate geeignet. Wenn diese Medikamente nicht ausreichend wirken oder die Nasenpolypen größer sind, erfolgt eine Operation, um die Nasenpolypen zu entfernen. In jedem Fall ist es ratsam, auch geeignete Maßnahmen gegen Begleiterkrankungen zu ergreifen.

Um einen einzelnen großen Polypen in der Nase zu entfernen, reicht ein ambulanter Eingriff unter örtliche Betäubung. Stark wachsende Nasenpolypen mit Beteiligung der Nasennebenhöhlen machen zur Behandlung eine Nasennebenhöhlen-Operation nötig. In einigen Fällen bilden sich ein Nasenpolyp kurz nach seiner operativen Entfernung erneut.






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