Nasenpolypen: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. April 2015)

Prognose

Bei Nasenpolypen hängt der Verlauf stark von einer angemessenen Behandlung ab: Behandelte Polypen in der Nase haben in der Regel eine gute Prognose. Begleitende Symptome – wie behinderte Nasenatmung oder Kopfschmerzen – verschwinden durch die Therapie oft vollständig. Auch das Riechvermögen bessert sich in den meisten Fällen.

Entfernt man die Nasenpolypen in einer Nasennebenhöhlen-Operation, zeigt sich jedoch nicht immer der gewünschte Erfolg: In einigen Fällen können sich im weiteren Verlauf neue Polypen in der Nase ausbilden. Liegt zusätzlich eine Allergie, eine bestimmte Schmerzmittelunverträglichkeit oder eine Mukoviszidose vor, ist das Risiko für ein Wiederauftreten der Nasenpolypen (sog. Rezidiv) nach erfolgreicher Behandlung deutlich erhöht.

Komplikationen

Bleiben Nasenpolypen unbehandelt, können sich im weiteren Verlauf verstärkt Nasennebenhöhlen-Entzündungen und deren mögliche Komplikationen entwickeln. Der Grund hierfür ist, dass die Polypen in der Nase zu einer Verlegung der Nasennebenhöhlen führen, die dann nicht mehr ausreichend belüftet sind.

Die Aufgabe der Nase besteht unter anderem darin, die Atemluft zu befeuchten, zu erwärmen und zu reinigen. Ist die Nasenatmung durch Nasenpolypen behindert, kann die Nase diese Funktionen nicht mehr ausreichend erfüllen. Die Betroffenen atmen verstärkt durch den Mund, was die Schlund- und Bronchialschleimhaut belastet. Dadurch können die Nasenpolypen mit der Zeit Komplikationen in Form von Halsentzündungen und Bronchitis hervorrufen. Da eine ausreichende Nasenatmung auch Voraussetzung für die Belüftung der Ohren ist, können Polypen in der Nase außerdem Hörprobleme und Ohrentzündungen verursachen.

Trotz aller möglichen Komplikationen: Ein Nasenpolyp ist gutartig! Nur in seltenen Fällen verbirgt sich hinter Nasenpolypen eine bösartige Geschwulst. Und eine aufgetriebene Nase, zu der es nach mehreren Jahren durch den Druck ungebremst wuchernder Polypen kommen kann, ist heutzutage kaum noch zu finden.


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