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Nasenpolypen: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. April 2015)

Bei Nasenpolypen zielt die Therapie darauf ab, sowohl die Wucherungen der Nasenschleimhaut selbst als auch die Grunderkrankung zu behandeln.

Gegen kleine und örtlich begrenzte Nasenpolypen reichen zur Therapie kortisonhaltige Medikamente: Diese Mittel können das Wachstum der Polypen in der Nase oft eindämmen – ein kleiner Polyp kann sogar ganz verschwinden.

Wenn Sie ein Asthma bronchiale oder eine Allergie haben, erhalten Sie gegebenenfalls zusätzlich ein Antihistaminikum (bzw. Antiallergikum), um die Kortisonbehandlung der Nasenpolypen zu unterstützen. Sind Ihre Nebenhöhlen oder Ihre Nasenschleimhaut mit Bakterien infiziert, ist es außerdem ratsam, diese Infektion mit Antibiotika zu bekämpfen, bevor Sie die Polypen mit Kortison behandeln (damit sich die Bakterieninfektion nicht unter der Wirkung des Kortisons ausbreitet).

Wenn Sie gegen die Nasenpolypen örtlich wirkende kortisonhaltige Mittel in Form von Nasensprays oder -tropfen bekommen, verspüren Sie deren volle Wirkung möglicherweise erst nach einigen Wochen. Achten Sie daher darauf, die Mittel gegen die Polypen in der Nase regelmäßig anzuwenden. Kortison in Form von Tabletten kann schneller gegen Nasenpolypen wirken – die Behandlung kann aber auch mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden sein.

Operation

Unter Umständen ist bei Nasenpolypen zur Therapie eine Operation sinnvoll: Bereiten die Polypen in der Nase zunehmend Beschwerden oder finden sich viele Nasenpolypen an mehreren Stellen, reichen Medikamente allein in der Regel nicht aus.

Die Operation besteht darin, die Nasenpolypen zu entfernen – dies hat vor allem zum Ziel, die Nasenatmung zu verbessern.

Einen einzelnen großen Nasenpolypen können Sie ambulant entfernen lassen – dazu erhalten Sie eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie). Um den Polypen zu entfernen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Der Arzt kann spezielle Werkzeuge (Nasenpolypenschlinge) verwenden oder den Nasenpolypen durch Lasern abtragen. Wenn Polypen in der Nase ein starkes Wachstum mit Beteiligung der Nasennebenhöhlen zeigen, ist eine Nasennebenhöhlen-Operation notwendig. Anschließend untersucht man die entfernten Nasenpolypen, um einen bösartigen Prozess auszuschließen.

Im Anschluss an die Operation ist eine intensive Nachbehandlung mit regelmäßiger Nasenpflege und kortikoidhaltigen Nasensprays wichtig. Dies soll vor allem verhindern, dass die Nasenpolypen erneut auftreten. Zur Therapie begleitender Nasennebenhöhlen-Entzündungen erhalten Sie außerdem ebenfalls ein Antibiotikum sowie schleimlösende und abschwellende Medikamente. Dampfbäder oder eine Mikrowellen-Behandlung können die Ausheilung unterstützen.



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