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Myzetom (Maduramykose)

Myzetom (Maduramykose) : Definition

Stand: 31. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Myzetom (Maduramykose) ist eine chronische, durch Pilze oder Bakterien hervorgerufene Weichteilinfektion. Die erste Beschreibung der vor allem in den Tropen vorkommenden Erkrankung stammt aus der indischen Provinz Madura und führte zu der Bezeichnung Maduramykose (Mykose = Pilzerkrankung). Da das Myzetom meistens (in ca. 70% der Fälle) am Fuß auftritt, bezeichnet man es auch als Madurafuß.

Das Myzetom tritt je nach Erreger in zwei Formen auf:

  1. Echte Myzetome (Eumyzetoma):
    Für ein echtes Myzetom oder Eumyzetom sind vor allem Schimmelpilze und Hefepilze (u.a. die Gattungen Madurella, Acremonium, Phialophora) verantwortlich.
  2. Aktinomyzetome (Aktinomyzetoma):
    Ein Aktinomyzetom entsteht durch bakterielle Infektionen, vor allem durch verschiedene Arten der Bakteriengattungen Nocardia, Actinomadura und Streptomyces. Weltweit sind sechs von zehn Myzetomen durch Bakterien bedingte Aktinomyzetome.

Häufigkeit

Das Myzetom (Maduramykose) ist weltweit verbreitet – begrenzt auf tropische und subtropische Gebiete. Dabei zeigt die Häufigkeit der beiden Myzetom-Formen geographische Unterschiede: Während Myzetome in Afrika und Südasien überwiegend als Eumyzetome auftreten, sind in Mexiko fast ausschließlich Aktinomyzetome zu finden.

Weiterlesen: Myzetom (Maduramykose) : Ursachen

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