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Myom (Gebärmuttergeschwulst)

Myom-Embolisation

Stand: 18. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) kommen zur Therapie zunehmend nicht-operative Verfahren zum Einsatz. Eins davon ist die sogenannte Myom-Embolisation, ein minimal-invasiver Eingriff, der eine erfolgreiche Alternative zur Operation darstellt. Diese Behandlung macht einen etwa dreitägigen Krankenhausaufenthalt erforderlich.

Bei der Myom-Embolisation führt der Arzt in der Leistengegend über einen kleinen Hautstich einen dünnen Katheter in die Leistenschlagader ein und schiebt ihn unter Röntgendurchleuchtung bis zur Gebärmutterarterie vor. Dort spritzt er feine Kunststoffkügelchen in die Arterie, um die kleinen Verästelungen, die das Myom mit Blut versorgen, zu verstopfen (Embolie = Verstopfung eines Blutgefäßes). Dies mindert die Blutversorgung der Gebärmuttergeschwulst so, dass sie zu schrumpfen beginnt. Nach etwa drei bis sechs Monaten erreicht das Myom die maximale Schrumpfung. Die Symptome verbessern sich jedoch schon im ersten Monat nach der Therapie. Der Eingriff betrifft beidseits die Gebärmutterarterien. Während des Eingriffs sind die Betroffenen etwas schläfrig, aber bei Bewusstsein.

Mit dieser modernen Myom-Therapie ist es bei fast allen Frauen (80 bis 90 Prozent) möglich, die Beschwerden erfolgreich zu behandeln. Die Myom-Embolisation kann allerdings selbst unerwünschte Folgen haben:

  • In den ersten Stunden nach dem Eingriff können Krämpfe und Schmerzen auftreten, gegen die schmerzlindernde Medikamente helfen.
  • Es kann auch zu Fieber beziehungsweise zu Infektionen kommen, die man aber mit einer Antibiotika-Therapie gut in den Griff bekommt.
  • In sehr seltenen Fällen kann es bei der Myom-Embolisation zu einer Verletzung der Gebärmutter (Uterus) kommen.

MRT-gelenkter fokussierter Ultraschall

Bei einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) steht zur Therapie ein weiteres neues Verfahren zur Verfügung: ein sogenannter MRT-gelenkter fokussierter Ultraschall. Auch hier handelt es sich um eine nicht-invasive Methode, die eine Alternative zur Operation darstellt. Doch nicht jedes Myom und nur Myome mit einem Umfang unter acht Zentimetern kann man mit fokussiertem Ultraschall behandeln.

Während dieser Behandlung liegen die Betroffenen in Bauchlage in einem Magnetresonanztomographen (MRT), der genaue Aufnahmen des Myoms erzeugt. Dann richtet der Arzt die Ultraschallwellen gezielt auf das Myom, wodurch das Myom gewissermaßen abschmilzt. Zwischen einzelnen Ultraschallphasen liegen Zeiten der Abkühlung. Ein MRT-gelenkter fokussierter Ultraschall zur Myom-Therapie dauert insgesamt etwa drei Stunden. Währenddessen können leichte Schmerzen auftreten; weitere Nebenwirkungen sind beispielsweise milde Verbrennungen.

Weiterlesen: Myom (Gebärmuttergeschwulst): Verlauf

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