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Myom (Gebärmuttergeschwulst)

Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Stand: 18. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) kann die Therapie auch in einer Gebärmutterentfernung (= Hysterektomie) bestehen. Diese Operation kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Erhaltung der Gebärmutter (Uterus) nicht beabsichtigt oder nicht möglich ist. Die Hysterektomie kann auf verschiedene Weise erfolgen:

  • Vaginale Hysterektomie (VH): Bei einer noch gut beweglichen Gebärmutter kann die Operation im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit einem speziellen Endoskop (dem sog. Hysteroskop) ohne Bauchschnitt über die Scheide (Vagina) erfolgen.
  • Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie (LAVH): Bei Entfernung der Gebärmutter über die Scheide mit dem Hysteroskop kommt oft zusätzlich ein weiteres Endoskop – das Laparoskop – zum Einsatz.
  • Totale laparoskopische Hysterektomie (TLH): Daneben besteht die Möglichkeit, die Gebärmutter nur mit einem Laparoskop über eine reine Bauchspiegelung (Laparoskopie) zu entfernen.
  • Abdominale Hysterektomie (AH): Ist das Myom sehr groß oder finden sich mehrere Myome in der Gebärmutter, ist in der Regel eine Bauchoperation mit Unterbauchschnitt erforderlich (Bauch = lat. Abdomen).

Wenn die operierten Frauen unter 50 Jahre sind, belässt der Operateur die Eierstöcke bei der Hysterektomie in der Regel als Hormonproduzenten, wenn sie unverändert sind. Dann kommt es nach der Myom-Therapie zwar weiterhin zu zyklischen Hormonschwankungen, die monatliche Regelblutung bleibt aber aus.

Hormontherapie

Auch Hormone sind bei einem Myom (Gebärmuttergeschwulst) zur Therapie geeignet. Die Hormontherapie kommt für Frauen infrage, bei denen der Eintritt der letzten spontan von den Eierstöcken gesteuerten Menstruationsblutung (sog. Menopause) bald zu erwarten ist, oder als Überbrückungstherapie vor einer Operation. Die Hormontherapie macht sich die Tatsache zunutze, dass Myome hormonabhängig wachsen: Da Östrogene das Wachstum dieser gutartigen Tumoren der Gebärmutter anregen, kann man durch Antiöstrogene und Gestagene ihre Schrumpfung mit einem geringeren Operationsrisiko erreichen. Außerdem ist es möglich, zu starke und verlängerte Regelblutungen mithilfe von Antiöstrogenen und Gestagenen zu behandeln. Die genaue Therapie erfolgt nach einem für jede betroffene Frau individuell festgelegten Schema.

Weiterlesen: Myom (Gebärmuttergeschwulst): Therapie – Myom-Embolisation

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