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Myom (Gebärmuttergeschwulst)

Myom (Gebärmuttergeschwulst): Diagnose

Stand: 18. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bereitet ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) keine Beschwerden, erfolgt die Diagnose meist im Rahmen der frauenärztlichen Untersuchung zufällig. Ansonsten suchen die Betroffenen aufgrund ihrer Schmerzen ärztliche Hilfe. In dem Fall erfolgt zunächst eine gynäkologische Untersuchung, bei der Myome, die sich am Gebärmuttermund befinden, sichtbar sind. Größere Myome kann der Arzt ertasten. Oft entziehen sich Myome jedoch dieser einfachen Diagnostik.

Mit einer Ultraschalluntersuchung der Scheide gelingt die Myom-Diagnose jedoch: Hierbei sind Myome der Gebärmutter gut zu sehen. Per Ultraschall kann man zudem den Verlauf einer Gebärmuttergeschwulst gut kontrollieren. Je nachdem, wie weit sich das Myom ausgebreitet hat beziehungsweise welche Beschwerden es verursacht, können im Einzelfall weitere diagnostische Untersuchungen erforderlich sein:

  • Die Bauchspiegelung (Laparoskopie) macht das Ausmaß von in den Bauchraum wachsenden Myomen deutlich.
  • Sitzt das Myom in der Gebärmutterschleimhaut, kommt eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) zum Einsatz.
  • Besteht der Verdacht, dass das Myom den Harnleiter verdrängt, sind bei der Diagnose eine Ultraschalluntersuchung der Nieren sowie ein sogenanntes Pyelogramm hilfreich: Letzteres ist ein Röntgenbild, das mithilfe von intravenös verabreichtem Kontrastmittel die Harnwege darstellen kann.
  • Auch eine Blasenspiegelung oder Darmspiegelung kann bei einem Myom mit entsprechenden Beschwerden sinnvoll sein.
  • Laboruntersuchungen dienen dazu, bestimmte Blutwerte zu erfassen, die Aussagen über den Östrogenspiegel und beispielsweise die Nierenfunktion erlauben.
  • Wenn Menstruationsstörungen vorliegen und das Myom in der Schleimhaut sitzt, ist eine zusätzliche Ausschabung (Abrasio) erforderlich, um bei der Diagnose eine bösartige Tumorerkrankung (Karzinom) sicher auszuschließen.

Weiterlesen: Myom (Gebärmuttergeschwulst): Therapie

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