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Mycosis fungoides

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Mycosis fungoides ist eine seltene Krebserkrankung aus der Gruppe der weniger bösartigen sogenannten Non-Hodgkin-Lymphome. Typischerweise verläuft die Mycosis fungoides sehr langsam und ist früh behandelt meist heilbar.

Die Mycosis fungoides entsteht dadurch, dass bestimmte weiße Blutkörperchen – die T-Lymphozytenentarten (d.h. bösartig sind) und die Haut befallen. Entsprechend bezeichnet man die Mycosis fungoides auch als kutanes T-Zell-Lymphom (lat. Cutis = Haut). Normalerweise bekämpfen die T-Lymphozyten als Teil des Immunsystems Krankheitserreger.

Die Ursachen für die Entartung der T-Lymphozyten und somit für die Entstehung der Mycosis fungoides sind unbekannt.

Erste Anzeichen für eine Mycosis fungoides können hartnäckige Hautveränderungen sein, die einer Schuppenflechte oder einem Ekzem ähneln und vielleicht auch Juckreiz auslösen. Diese Hautsymptome sind wenig kennzeichnend und verändern sich typischerweise längere Zeit kaum: Es können Jahre vergehen, bis tiefere Hautschichten von der Mycosis fungoides befallen sind.

Dann macht sich die Mycosis fungoides durch flach erhabene Herde (Plaques) sowie kleine Knötchen bemerkbar. Nachfolgend (wenn sich diese Symptome auf die gesamte Haut ausgebreitet haben) entwickeln sich größere pilzförmige Knoten, die zur Geschwürbildung neigen.

Nach langjährigem Verlauf befällt die Mycosis fungoides auch die Lymphknoten und kann sich dann rasch über den Blutweg auf andere Organe ausbreiten (z.B. auf die Leber oder Lunge).

Die gegen eine Mycosis fungoides eingesetzte Therapie hängt vom Stadium der Erkrankung ab: Zu Beginn ist die Photochemotherapie sehr wirksam, später kommen Immuntherapie, Strahlentherapie und Chemotherapie zum Einsatz.

Wichtig ist, dass die gewählten Behandlungsmaßnahmen nicht mehr Beschwerden verursachen als der Krebs selbst, denn: Eine zu aggressive Behandlung der Mycosis fungoides verlängert die Lebenserwartung nicht.

Frühzeitig behandelt hat die Mycosis fungoides eine gute Prognose – aber auch in späten Stadien kann eine Behandlung noch lang andauernde Krankheitsrückgange (Remissionen) erzielen.



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