Mycosis fungoides: Strahlentherapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2014)

Bei der Mycosis fungoides ist zur Therapie – wie bei jeder anderen Form von Non-Hodgkin-Lymphom – auch eine Bestrahlung geeignet. Die Strahlentherapie kann unter Umständen örtlich begrenzt erfolgen: Wenn nur deutlich eingegrenzte Bereiche Ihrer Haut tumoröse Hautveränderungen zeigen, reicht es möglicherweise aus, gezielt nur diese Stellen mit Elektronen oder Röntgenstrahlen zu bestrahlen.

Wenn die Mycosis fungoides bei Ihnen zwar ausgedehnte Hautveränderungen verursacht hat, Lymphknoten oder innere Organe aber nicht beteiligt sind, können Sie in spezialisierten Zentren Ihre gesamte Haut einer Strahlentherapie unterziehen.

Ist Ihr Krankheitsstadium so weit fortgeschritten, dass Lymphknoten und innere Organe befallen sind, kann auch dies die Mycosis fungoides nicht dauerhaft heilen. Die Strahlentherapie kann in dem Fall jedoch Ihre Symptome lindern: Durch die Bestrahlung können die Geschwüre der Haut besser abheilen.

Chemotherapie

Bei der Mycosis fungoides stehen zur Therapie außerdem sogenannte Krebsmittel (bzw. Chemotherapeutika) zur Verfügung: Diese Chemotherapie kommt immer dann gegen die Mycosis fungoides zum Einsatz, wenn im fortgeschrittenen Stadium auch Lymphknoten und innere Organe betroffen sind. Das Ziel der Behandlung besteht darin, die Krebszellen im ganzen Körper zu zerstören. Die eingesetzten Chemotherapeutika (sog. Zytostatika) hemmen das Wachstum der Zellen.

Gegen die Mycosis fungoides eingesetzte Krebsmittel zerstören jedoch nicht nur die Krebszellen, sondern schädigen auch gesundes Gewebe (v.a. die Schleimhäute von Magen und Darm, das blutbildende System im Knochenmark und die Haarwurzeln). Daraus können Nebenwirkungen entstehen – gegen die aber teils Medikamente oder andere Maßnahmen helfen, bis die Chemotherapie vorbei ist und die Beschwerden wieder verschwinden. Typische Nebenwirkungen der Chemotherapie sind:

Die Mycosis-fungoides-Therapie mit Krebsmitteln setzt sich aus mehreren Behandlungszyklen zusammen, zwischen denen längere Pausen liegen. Wie viele Zyklen insgesamt zur Chemotherapie nötig sind, hängt davon ab, wie gut Sie die Behandlung vertragen und wie groß die Behandlungsfortschritte sind. Dabei kommt meist nicht nur ein Medikament zum Einsatz, sondern mehrere gleichzeitig, zum Beispiel Vincristin, Cyclophosphamid, Adriblastin und Prednisolon.


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