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Myasthenia gravis pseudoparalytica

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2014)

© Jupiterimages/Wavebreak Media

Die Myasthenia gravis pseudoparalytica ist eine Form von krankhafter Muskelschwäche, bei der die Muskulatur schnell ermüdet. Dies kann an eine Lähmung erinnern, wovon sich die Bezeichnung der Erkrankung ableitet: "Myasthenie" bedeutet Muskelschwäche, "pseudo" steht für falsch und "Paralyse" heißt Lähmung.

Die für die Myasthenia gravis pseudoparalytica typische Ermüdung der Muskeln tritt abhängig von der Belastung beziehungsweise Tageszeit in Erscheinung und kann grundsätzlich alle Muskeln betreffen, die der Mensch bewusst steuern kann.

Meistens zeigt sich die Muskelschwäche jedoch zuerst an den Muskeln des Auges. Entsprechend bestehen bei der Myasthenia gravis pseudoparalytica die ersten Symptome oft darin, dass die Betroffenen

Die Ursache für die gesteigerte Ermüdbarkeit: Bei der Myasthenia gravis pseudoparalytica ist die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel (sog. neuromuskuläre Übertragung) gestört. Hierfür ist eine Fehlfunktion des Immunsystems verantwortlich: Das Immunsystem richtet sich in einer sogenannten Autoimmunreaktion gegen körpereigenes Gewebe, was sich in diesem Fall auf die neuromuskuläre Übertragung auswirkt.

Somit ist die Myasthenia gravis pseudoparalytica eine Autoimmunerkrankung.

Die Diagnose der Myasthenia gravis pseudoparalytica erfolgt anhand von Untersuchungen des Nervensystems, typischen Veränderungen im Elektromyogramm und Tests mit Arzneimitteln (sog. pharmakologische Tests).

In der Regel spricht die Myasthenia gravis pseudoparalytica gut auf eine Therapie durch Medikamente an: Dabei kommen in erster Linie Mittel zum Einsatz, die das Immunsystem unterdrücken (sog. Immunsuppressiva).

Unter bestimmten Umständen (z.B. durch die Einnahme anderer Medikamente) können sich die Symptome der Myasthenia gravis pseudoparalytica jedoch verstärken. Ist dabei die Atemmuskulatur betroffen, kann eine als myasthene Krise bezeichnete lebensbedrohliche Komplikation auftreten: Dann ist eine intensiv-medizinische Betreuung der Betroffenen nötig.

Richtig behandelt hat die Myasthenia gravis pseudoparalytica eine recht gute Prognose: Die Betroffenen haben keine verkürzte Lebenserwartung und können meist ein weitgehend normales Leben führen.



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