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Myasthenia gravis pseudoparalytica

Myasthenia gravis pseudoparalytica: Verlauf

Stand: 9. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Myasthenia gravis pseudoparalytica zeigt vorwiegend einen langsamen Verlauf. Bei einer geeigneten Behandlung ist ihre Prognose günstig: Die krankhafte Muskelschwäche (Myasthenie) wirkt sich nicht negativ auf die Lebenserwartung aus. Die meisten Betroffenen müssen nur geringfügige körperliche Einschränkungen hinnehmen und können ein weitgehend normales Leben führen.

Allerdings ist es ratsam, dass Menschen mit einer Myasthenia gravis pseudoparalytica den Verlauf ihrer Erkrankung konsequent und regelmäßig überwachen lassen, denn bevor die modernen Möglichkeiten der Therapie zur Verfügung standen, führte die Myasthenia gravis in etwa jedem dritten Fall bereits in den ersten Jahren zum Tod.

Komplikationen

Die Myasthenia gravis pseudoparalytica kann im weiteren Verlauf zu verschiedenen Komplikationen führen:

  • Eine lebensbedrohliche Komplikation der Myasthenia gravis pseudoparalytica ist die myasthene Krise: Hierbei breitet sich die Muskelschwäche rasch aus und schließt auch die Atemmuskulatur ein. Die Folge kann der Tod durch Ersticken sein. Menschen in einer myasthenen Krise sind sofort intensiv-medizinisch zu versorgen, da häufig Maßnahmen zur Wiederbelebung (Reanimation) notwendig sind. Der erste Schritt der Behandlung besteht darin, den Cholinesterase-Hemmer Pyridostigmin über eine Vene (intravenös) zu verabreichen. Bessern sich die Beschwerden nicht, ist es ratsam, die Betroffenen zu intubieren (d.h. einen Beatmungsschlauch einzuführen) und zu beatmen.
  • Eine weitere mögliche Komplikation der Myasthenia gravis pseudoparalytica kann durch eine Überdosierung des Cholinesterase-Hemmers entstehen: Diese kann eine cholinerge Krise hervorrufen, in deren Verlauf verengte Pupillen, vermehrter Tränen- und Speichelfluss, Herzrasen und Muskelkrämpfe bis hin zur Atemstörung auftreten. Als Therapie erhalten die Betroffenen Atropin; zudem ist es häufig notwendig, sie zu beatmen.

Weiterlesen: Myasthenia gravis pseudoparalytica: Vorbeugen

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