Startseite > Krankheiten > Muttermal (Naevus), Leberfleck
Stand: 24. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Muttermal (Naevus) und Leberfleck sind die wohl am häufigsten vorkommenden Geschwulste der Haut. Es handelt sich um gutartige Wucherungen der pigmentbildenden Zellen (Melanozyten).
Es gibt auch sogenannte Naevuszellnaevi, bei denen die sogenannten Naevuszellen wuchern. Sie ähneln den Melanozyten, die für die regelmäßige Bräune der Haut verantwortlich sind. Auch Naevuszellen können den Hautfarbstoff bilden; daher erscheint ein Leberfleck oder Muttermal braun, dunkelbraun oder schwarz.
Fast jeder Mensch weist einen oder mehrere Leberflecken und Muttermale auf. Einige sind angeboren oder schon bei kleinen Kindern vorhanden; mit steigendem Lebensalter nimmt ihre Anzahl zu. Man unterscheidet deshalb angeborene (Muttermal) von erworbenen Leberflecken. Häufig werden aber beide Begriffe synonym benutzt. Leberflecken und Muttermale variieren allgemein sehr stark in Form, Farbe und Größe, können beispielsweise im Hautniveau liegen aber auch erhaben oder gestielt sein. Die Farbgebung der Leberflecken variiert von hautfarben über rötlich bis dunkelbraun. Manchmal ist ein Leberfleck behaart.
Normalerweise ist es nicht nötig, einen Leberfleck beziehungsweise ein Muttermal chirurgisch zu entfernen, doch spielen häufig kosmetische Gründe eine Rolle. Ist ein Muttermal oder Leberfleck jedoch auffällig verändert, wird der Hautarzt sie vollständig entfernen. So kann sich in seltenen Fällen hinter dem Leberfleck oder Muttermal ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) oder eine Vorstufe davon verbergen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein normaler Leberfleck oder Muttermal bösartig entartet und daraus ein solches Melanom entsteht, ist allerdings gering.
Sonnenbrände, besonders im Kindesalter, erhöhen das Risiko einer späteren Krebsentstehung. Vor allem Hellhäutige und Menschen mit vielen Leberflecken sollten deshalb die Sonne meiden beziehungsweise für ausreichenden Sonnenschutz sorgen. Darüber hinaus sollten Pigmentmale regelmäßig beobachtet werden. Auffälligkeiten oder Veränderungen in Farbe, Form und Größe oder wenn ein Leberfleck beziehungsweise Muttermal juckt, blutet oder nässt ist dies verdächtig. In diesem Fall sollte ein Hautarzt den Naevus untersuchen, um Hautkrebs auszuschließen.
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