Muttermal (Naevus), Leberfleck

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Mai 2015)

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Muttermal (melanozytärer Naevus, auch Nävus) und Leberfleck sind die wohl am häufigsten vorkommenden Neubildungen der Haut. Es handelt sich um gutartige Wucherungen der pigmentbildenden Zellen (Melanozyten).

Fast jeder Mensch hat einen oder mehrere Leberflecke beziehungsweise Muttermale (Naevi). Hellhäutige Menschen haben im Durchschnitt 20 Naevi. Einige sind angeboren oder schon bei kleinen Kindern vorhanden; mit steigendem Lebensalter nimmt ihre Anzahl zu.

Ärzte unterscheiden angeborene Muttermale, die schon bei der Geburt vorhanden sind, von erworbenen Leberflecken, die erst im Laufe des Lebens auftreten. Häufig werden aber beide Begriffe synonym benutzt. Leberflecken und Muttermale können sich sehr stark in Form, Farbe und Größe unterscheiden: Sie können beispielsweise auf einer Ebene mit der Haut liegen, aber auch erhaben sein oder auf einem kleinen Stiel sitzen. Die Farbgebung der Leberflecken variiert von hautfarben über rötlich und bläulich bis dunkelbraun oder schwärzlich. Meist grenzen sie sich von der umgebenenden Haut ab, manchmal sind sie auch behaart.

Normalerweise ist es nicht nötig, einen Leberfleck beziehungsweise ein Muttermal chirurgisch zu entfernen. Häufig spielen kosmetische Gründe eine Rolle, wenn ein Leberfleck oder Muttermal beseitigt werden soll. Ist ein Naevus jedoch auffällig verändert, wird der Hautarzt ihn vollständig entfernen – denn in seltenen Fällen kann sich ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) oder eine Vorstufe davon hinter einem Leberfleck verbergen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein normaler Leberfleck oder Muttermal bösartig entartet und daraus ein solches Melanom entsteht, ist allerdings gering.

Sonnenbrände, besonders im Kindesalter, erhöhen das Risiko für Hautkrebs. Vor allem hellhäutige Personen und Menschen mit vielen Leberflecken sollten deshalb zu starke Sonneneinstrahlung meiden beziehungsweise für ausreichenden Sonnenschutz sorgen.

Darüber hinaus sollten Sie Ihre Leberflecken regelmäßig beobachten und im Zweifelsfall von einem Arzt überprüfen lassen. Auffälligkeiten oder Veränderungen in Farbe, Form und Größe können verdächtig sein – das gilt auch, wenn ein Leberfleck beziehungsweise Muttermal juckt, blutet oder nässt. In diesem Fall sollte ein Hautarzt den Naevus untersuchen, um Hautkrebs auszuschließen.


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