Muskelzerrung: Was tun, wenn der Muskel überdehnt wird?

Veröffentlicht von: Till von Bracht (06. Dezember 2017)

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Eine Muskelzerrung entsteht, wenn ein Muskel ganz plötzlich über sein natürliches Maß hinaus gedehnt wird – zum Beispiel durch einen abrupten Richtungswechsel beim Sport. Besonders oft ist die Wade oder der Oberschenkel von einer Zerrung betroffen. Typisch für eine Muskelzerrung ist, dass sich der Muskel verhärtet und allmählich krampfartige Schmerzen auftreten.  Die Behandlung besteht darin, die betroffene Muskulatur für 4 bis 14 Tage zu schonen. 

Bei einer Muskelverletzung ist es nicht immer einfach, eine Muskelzerrung von einem Muskelfaserriss oder einem Muskelriss zu unterscheiden. Denn im Grunde beruhen diese drei Verletzungen auf demselben Mechanismus – und zwar auf einer plötzlichen Überdehnung des Muskels. Lediglich das Ausmaß der Sportverletzung ist unterschiedlich.

  1. Muskelzerrung: Sie ist die leichteste der drei genannten Verletzungsarten. Bei einer Muskelzerrung werden die Muskelfasern nicht beschädigt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine funktionelle Störung der Muskelspannung: Die Muskulatur zieht sich reflexartig zusammen, um schwerwiegendere Muskelverletzungen zu vermeiden.
  2. Muskelfaserriss: Bei einem Muskelfaserriss zerreißen einzelne Muskelfasern bis hin zu ganzen Muskelfaserbündeln im Muskel.
  3. Muskelriss: Bei einem Muskelriss wird ein komplettes Muskelbündel durchtrennt. Es handelt sich um die schwerste der drei genannten Verletzungen.

Charakteristisch für eine Muskelzerrung ist, dass sich die Schmerzen allmählich entwickeln – bei einem Muskelfaserriss hingegen treten die Schmerzen in der Regel schlagartig auf. Dadurch kann man eine Zerrung von einem Muskelfaserriss unterscheiden.

Video: Verletzung des hinteren Oberschenkelmuskels

Muskelzerrung: Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursache für eine Muskelzerrung ist in der Regel eine plötzliche unkoordinierte Bewegung, wodurch der Muskel kurzfristig sehr stark gedehnt wird. Diese Überdehnung betrifft auch die sogenannten Muskelspindeln, die in jedem Muskel vorkommen und zwischen den einzelnen Muskelfasern liegen. 

Dabei handelt es sich um spezialisierte Muskelfasern, die die Länge des Muskels messen und regulieren. Im Gegensatz zu den normalen Muskelfasern enthalten Muskelspindeln jedoch keine kontraktilen Elemente – das heißt, sie können sich weder zusammenziehen noch dehnen.

Kommt es beim Sport zu einem schnellen Belastungswechsel, etwa durch einen scharfen Antritt beim Laufen, können die Muskelspindeln die plötzliche Muskeldehnung nicht mitmachen. Als Schutz vor einer Verletzung senden die Muskelspindeln Signale an das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark), die dazu führen, dass sich der Muskel zusammenzieht.

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko einer Muskelzerrung erhöhen können. Besonders häufig tritt eine Muskelzerrung auf, wenn

  • Sie sich vorm Sport nicht richtig aufwärmen,
  • Ihre Muskeln übermüdet sind, 
  • Sie sich beim Sport überfordern,
  • Sie gesundheitlich angeschlagen sind (z.B. durch eine Erkältung),
  • Sie unpassendes Schuhwerk tragen oder
  • wenn Sie unter bestimmten orthopädischen Beschwerden leiden (z.B. ein Senk-Spreiz-Fuß).

Typische Symptome: Daran erkennen Sie eine Muskelzerrung

Eine Muskelzerrung erkennt man daran, dass die Schmerzen in der betroffenen Muskulatur langsam und kontinuierlich zunehmen. Das unterscheidet sie von anderen Sportverletzungen wie dem Muskelfaserriss, der plötzlich und unvermittelt auftritt.

Typisch für eine Muskelzerrung sind

Zunächst äußert sich eine Muskelzerrung durch leichte Beschwerden wie zum Beispiel ein unangenehmes und angespanntes Gefühl im Muskel. Die Muskulatur ist zwar verhärtet, sämtliche Bewegungen lassen sich aber noch ausführen. Charakteristisch ist auch, dass Betroffene versuchen, die mit der Zerrung verbundene Verhärtung des Muskels zu lösen, indem Sie die Muskulatur massieren oder ausschütteln. In der Regel bleiben die Maßnahmen jedoch erfolglos.

Im Laufe der Zeit verschlimmern sich die Symptome. Betroffene bernerken 

  • ein Ziehen im Muskel,
  • das schließlich in krampfartige Schmerzen übergeht.

In vielen Fällen können Betroffene dann das jeweilge Bein oder den Arm nicht mehr schmerzfrei bewegen.

Im Gegensatz zu anderen Muskelverletzungen kommt es bei einer Muskelzerrung nicht zu Blutungen im Bereich des betroffenen Muskels. Das liegt daran, dass bei einer Muskelzerrung keine Schädigungen oder Risse an den Muskelfasern auftreten.

Muskelzerrung: Diagnose

Um bei einem Verdacht auf eine Muskelzerrung die Diagnose zu bekräftigen, wird der behandelnde Arzt den betroffenen Muskel auf Druckschmerz und Muskelhärte hin abtasten.

Zusätzlich kann der Arzt eine Funktionsanalyse durchführen:

  • Wie schmerzhaft ist die aktive und passive Dehnung des betroffenen Muskels?
  • Ist die Belastung des Muskels schmerzhaft?
  • Wie hoch ist der Kraftverlust, der durch die Muskelzerrung verursacht wird?

Bildgebende Diagnoseverfahren wie eine Ultraschalluntersuchung oder eine Kernspintomographie kommen bei einer Muskelzerrung nur selten zum Einsatz. Der Grund: Bei einer Zerrung werden die Muskelfasern nicht strukturell beschädigt – daher lässt sich eine Muskelzerrung mithilfe bildgebender Diagnoseverfahren nicht erkennen!

Behandlung: Was tun bei einer Muskelzerrung?

Bei Verdacht auf eine Muskelzerrung – etwa wenn Sie beim Sport auf einmal ein Ziehen und ein Gefühl der Verkrampfung im Oberschenkel oder in der Wade spüren – sollten Sie jegliche sportliche Aktivität sofort abrechen. Andernfalls riskieren Sie schlimmere Muskelverletzungen wie etwa einen Muskelfaserriss

Im Idealfall beginnt die Therapie einer Muskelzerrung mit einer zügigen Erst-Behandlung nach dem sogenannten PECH-Schema:

  • Pause,
  • Eis,
  • Compression,
  • Hochlagern.

Pause: Auch wenn Sie beim Sport nur einen leichten Muskelschmerz oder ein Ziehen verspüren, sollten Sie umgehend pausieren. Um keine schlimmeren Verletzungen zu riskieren, müssen Sie den betroffenen Muskel ruhig stellen.

Eis: Kälte verringert die Schmerzen, die infolge der Muskelzerrung auftreten. Dazu eignen sich Kühlpackungen oder ein Beutel mit zerstoßenen Eiswürfeln. Bitte beachten Sie: Das Eis sollte nicht direkt auf der Haut liegen – dies könnte zu lokalen Erfrierungen führen.

Compression (Kompression): Falls möglich, empfiehlt es sich, im Zuge der Behandlung einen Druckverband anzulegen. Ein solcher Druckverband stabilisiert und schont den betroffenen Muskel. Achten Sie darauf, den Druckverband nicht zu eng anzubringen – sonst kann er Gefäße und Nerven schädigen. Besonders empfehlenswert ist eine Kombination aus Kühlung und Druckverband. Hierfür eignen sich beispielsweise spezielle Kühlmanschetten. Auch hier gilt die Regel: Nicht zu kalt und nicht zu eng!

Hochlagern: Wenn Sie das verletzte Bein oder Arm hochlagern, fließt weniger Blut in den betroffenen Muskel. Dies wirkt dem Spannungsgefühl und Schmerzen entgegen.

Ist eine Muskelzerrung sehr schmerzhaft, so können Sie bei der Behandlung zusätzlich schmerzlindernde Medikamente einnehmen, wie etwa Ibuprofen. Zusätzlich kann der Arzt einen Verband mit einer Salbe angelegen, die zum Beispiel die Wirkstoffe Diclofenac oder Etofenamat enthalten. Diese Substanzen sollen bei einer Muskelzerrung ebenfalls abschwellend und schmerzlindernd wirken. 

Grundsätzlich gilt: Bei einer Muskelzerrung konzentriert sich die Therapie vor allem darauf, die Symptome zu behandeln. Denn bei einer Zerrung wird der Muskel nicht strukturell geschädigt – das Muskelgewebe bleibt intakt. Vielmehr handelt es sich bei einer Muskelzerrung um eine gestörte Steuerung der Muskelspannung.

Muskelzerrung: 4 bis 14 Tage Sportpause

Je nach Umfang und Ausmaß der Muskelzerrung sollten Sie dem betroffenen Muskel eine Ruhepause von etwa vier bis sechs Tagen gönnen – manchmal ist aber auch eine Sportpause von bis zu zwei Wochen notwendig.

Da sich die Mehrzahl aller Zerrungen in der Beinmuskulatur ereignen – ausgesprochen häufig ist eine Muskelzerrung in Oberschenkel, Wade sowie im Bereich der Adduktoren – kann es sinnvoll sein, den betroffenen Beinmuskel für die Dauer der Zerrung teilweise zu entlasten. Bei einer starken, schmerzhaften Muskelzerrung können Sie daher beim Gehen für einige Tage auf Unterarmgehstützen zurückgreifen.

Bei der Behandlung einer Muskelzerrung kann zusätzlich eine physikalische Therapie in Form einer Krankengymnastik sinnvoll sein. Sie trägt zur Entspannung des Muskels bei und fördert damit die Regenerationsfähigkeit. Außerdem sorgt sie dafür, die Kraft des betroffenen Muskels zu erhalten.

Eine häufig in Zusammenhang mit einer Muskelzerrung angewandte Behandlung ist die Muscle-Release-Technik, bei der der Muskel im Wechsel angespannt und entspannt wird. Darüber hinaus eignen sich Disziplinen wie Aquajogging oder das Training mit dem Fahrradergometer, um schrittweise an die ursprüngliche Leistungsfähigkeit des Muskels nach einer Zerrung heranzuführen.

Egal ob es sich um die Muscle-Release-Technik oder eine andere Übungsform handelt, gilt: Alle Übungen sind nur dann sinnvoll, wenn sie keine Schmerzen verursachen. Das professionell begleitete Aufbautraining nach einer Zerrung kann dabei aus unterschiedlichen Elementen bestehen, wie zum Beispiel

  • belastungsfreien Übungen,
  • dynamischen Übungen,
  • Dehnungsübungen
  • oder Belastungstests durch den Sportarzt.

Typischer Verlauf

Der Verlauf einer Muskelzerrung hängt davon ab, wie schwer die Verletzung ist – also wie stark der Muskel überdehnt wurde. Je nach Ausmaß und Umfang braucht eine Muskelzerrung etwa zwei bis drei Wochen, bis sie vollständig ausgeheilt ist.

Die gute Nachricht: Bei einer Muskelzerrung können Sie die Dauer der Beschwerden bis zur vollständigen Heilung verkürzen.

Der Verlauf lässt sich positiv beeinflussen, indem Sie unmittelbar nach Auftreten der Verletzung

  • die sportliche Aktivität unterbrechen,
  • den betroffenen Muskel kühlen und hochlagern
  • und erst dann wieder mit dem Sport beginnen, wenn Sie schmerzfrei sind.

Übermotivation ist hier fehl am Platz und kann den Heilungsverlauf hinauszögern.

Mit diesen Tipps senken Sie das Verletzungsrisiko

Einer Muskelzerrung können Sie vorbeugen, indem Sie sportliche Tätigkeiten stets mit einem leichten Aufwärmprogramm beginnen! Wie Ihr Warm-Up genau aussieht, können Sie entscheiden. Von Joggen über Radfahren bis hin zu leichten Schlagübungen (vorm Badminton oder Tennis) – entscheidend ist, dass Sie die Bewegungen kontrolliert und nicht zu schnell ausführen.

Um auch bei kalten Witterungsbedingungen einer Muskelzerrung wirksam vorbeugen zu können, sollten Sie Ihre Muskulatur besonders sorgfältig aufwärmen! Planen Sie dafür eine Aufwärmzeit von mindestens 15 Minuten ein.

Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings nicht, dass die Gefahr einer Muskelzerrung bei warmer Witterung geringer ist. Zwar verringert die höhere Umgebungstemperatur das kältebedingte Risiko einer Muskelzerrung, allerdings verliert der Körper – ausgelöst durch höhere Umgebungstemperaturen – auch mehr Flüssigkeit und Elektrolyte durch verstärktes Schwitzen. Das wiederum erhöht das Risiko einer Zerrung. Es gilt also, die Defizite in puncto Flüssigkeit und Elektrolyte regelmäßig und vor allem rechtzeitig auszugleichen.

Entgegengesetzt vieler Meinungen schützt Dehnen nicht vor einer Muskelzerrung. Wenn Sie während Ihres Aufwärmprogramms dennoch das Bedürfnis haben, sich zu dehnen, sollten Sie auf sanfte und dynamische Dehnübungen, das heißt federnde kleine Dehnbewegungen, zurückgreifen.

Passende Sport-Ausrüstung wichtig

Zusätzlich trägt die Wahl der passenden Sport-Ausrüstung dazu bei, einer Muskelzerrung vorzubeugen. Sparen Sie also nicht am Schuhwerk und legen Sie sich sportartgerechte Kleidung zu. Bei orthopädischen Problemen wie zum Beispiel Plattfüßen können zusätzliche Einlagen für die Sportschuhe sinnvoll sein.

Durchblutungsfördernde Salben ungeeignet

Das Einreiben mit durchblutungsfördernden Salben, Cremes oder Lösungen kann das gezielte Aufwärmprogramm nicht ersetzen. Sie bewirken zwar eine verstärkte Durchblutung, allerdings ist die Eindringtiefe so gering, dass ausschließlich die oberen Hautschichten stärker durchblutet werden.

Tiefer liegende Hautbereiche bleiben von der durchblutungsfördernden Wirkung ebenso unberührt wie die Muskulatur.

Daher können Sie mit solchen Präparaten einer Muskelzerrung nicht vorbeugen! Sie vermitteln lediglich das vermeintliche Gefühl von guter Durchblutung und Erwärmung der behandelten Muskeln, während tatsächlich nur die Haut erwärmt wird.

Sicher vorbeugen können Sie einer Muskelzerrung nicht. Wenn Sie ein paar Dinge berücksichtigen, können Sie das Risiko einer Muskelzerrung jedoch senken. Achten Sie auf

  • ein ausreichendes Aufwärmprogramm vorm Sport,
  • eine gesunde, ausgewogene Ernährung,
  • einen guten Gesundheitszustand
  • sowie eine sportlichen Belastung, die dem jeweiligen Trainingszustand angemessen ist.

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Muskelkater

Muskelfaserriss

Buchtipps:

Sportverletzungen. Diagnose, Management und Begleitmaßnahmen

buch_engelhardt_sportverletzungen.jpg Engelhardt, Martin

834 Seiten Urban & Fischer bei Elsevier 2006

Schneller Zugriff auf alle nötigen Informationen durch drei verschiedene Zugangsmöglichkeiten: betroffenes Organ ausgeführte Sportart Zugehörigkeit des Sportlers zu einer speziellen Gruppe (z.B. ältere Personen) Der Schwerpunkt liegt auf Diagnostik und Therapiemöglichkeiten orthopädischer Sportverletzungen. Dieses Buch bietet Ihnen durch 3 verschiedene Zugangsmöglichkeiten - betroffenes Organ, ausgeführte Sportart, Zugehörigkeit des Sportlers zu einer speziellen Gruppe wie z.B. älteren Personen - einen schnellen Zugriff auf alle nötigen Informationen. Besondere sportmedizinische Gesichtspunkte unterschiedlicher Altersstufen, Sport bei Erkrankungen und diagnostische Verfahren werden gesondert vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf Diagnostik und Therapiemöglichkeiten orthopädischer Sportverletzungen, unterstützt durch eine reichhaltige, teilweise farbige Bebilderung mit Schemata und Fotos. Checklisten und Übersichtstabellen bieten einen Überblick über Verletzungsmuster, die typisch für eine bestimmte Sportart sind, und alle Besonderheiten, die es bei einer speziellen Sportart zu beachten gilt. Abgerundet wird das Buch durch die Kapitel über Begleitmaßnahmen wie Ernährung oder Bekleidung, ein besonderes Plus ist die ausführliche Darstellung von Rechtsfragen im Sport, auch bei Todesfällen.

Verletzt... was tun? Hilfe zur Selbsthilfe bei Sportverletzungen

buch_wohlfahrt_selbsthilfe.jpg Müller-Wohlfahrt, Hans W., Montag, Hans J.

180 Seiten Wero Press 2005

Jede Minute zählt, auch bei Sportverletzungen. Was ist zu tun - wie hilft man schnell und richtig? Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Sportphysiotherapeut Hans-Jürgen Montag , Mitglieder der medizinischen Abteilung des Deutschen Fußball-Bundes, geben in 44 Kapiteln wertvolle Tipps und Hilfestellungen zur Selbsthilfe - auch für den medizinischen Laien durchaus verständlich geschrieben. Denn neben der Vorbeugung ist besonders das richtige Handeln unmittelbar nach der Verletzung maßgeblich für deren Heilverlauf und Dauer. Außerdem auf 160 Seiten in Wort und Bild: richtiges warming up, ein Leitfaden über richtige Verbandtechnik und taping. Franz Beckenbauer sagt zum Beispiel: Dieses Buch gehört einfach in jede Sporttasche.

Sportverletzt – was jetzt? Ursachen, Behandlung, Vorbeugung

buch_rieger_sportverletzt.jpg Horst Rieger

817 Seiten Deutscher Arzte-Verlag 2009

Sportverletzungen sicher erkennen – richtig behandeln. Mit der zunehmenden Bedeutung des Sports im Freizeitbereich- und Leistungsbereich wächst das Interesse an kompetenter Information über die adäquate Behandlung von Sportverletzungen.Das umfassende Nachschlagewerk besticht durch seine verständliche und detaillierte Darstellung. Es ist in drei Teile gegliedert: Der allgemeine Teil informiert über die Ursachen und Behandlungsprinzipien und stellt die Sportverletzungen und Überlastungsschäden nach ihrer anatomischen Funktion dar.Im speziellen Teil werden die Sportverletzungen und Überlastungsschäden von Kopf bis Fuß behandelt.Die Kapitel des letzten Teils befassen sich mit besonderen Verletzungsmustern und sportmedizinischen Herausforderungen. Die Auswirkungen von Infektionen, speziellen Umweltbedingungen, Amputationen, Doping werden erörtert. Besonderen Gruppen wie Kinder und Jugendliche, Senioren und Behinderte sind eigene Kapitel gewidmet.


Quellen:

Müller-Wohlfahrt, H.W., Ueblacker, P., Hänsel, L.: Muskelverletzungen im Sport. Thieme, Stuttgart 2014

Müller, M., et al.: Chirurgie. Für Studium und Praxis. 2014/15. Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach 2014

Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. De Gruyter, Berlin 2014

Plesch, C., Sieven, R., Trzolek, D.: Handbuch Sportverletzungen – Prävention, Diagnostik und Therapie, Erste-Hilfe-Maßnahmen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2011

Rieger, H.: Sportverletzt, Was jetzt? – Ursachen, Behandlung und Vorbeugung. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2010

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM): http://www.dgm.org/ (Stand: 6.5.2010)

Bischoff, H.P., Heisel, J., Locher, H.A.: Praxis der konservativen Orthopädie. Thieme, Stuttgart 2007

Aktualisiert am: 6. Dezember 2017