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Stand: 11. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Je nach Umfang und Ausmaß der Muskelzerrung sollte dem betroffenen Muskel eine Ruhepause von etwa fünf Tagen gegönnt werden. Bei der Behandlung einer Muskelzerrung kann zusätzlich eine physikalische Therapie in Form einer Krankengymnastik sinnvoll sein. Sie trägt zur Entspannung des Muskels bei und fördert damit die Regenerationsfähigkeit. Außerdem sorgt sie dafür, die Kraft des betroffenen Muskels zu erhalten. Eine häufig in Zusammenhang mit einer Muskelzerrung angewandte Behandlung ist die Muscle-Release-Technik, bei der der Muskel im Wechsel angespannt und entspannt wird. Darüber hinaus eignen sich Disziplinen wie Aquajogging oder das Training mit dem Fahrradergometer für das schrittweise Heranführen an die ursprüngliche Leistungsfähigkeit des Muskels nach einer Zerrung.
Egal ob es sich um die Muscle-Release-Technik oder eine andere Übungsform handelt, gilt: Alle Übungen sind nur dann sinnvoll, wenn sie keine Schmerzen verursachen. Der stufenweise Aufbau der Muskelleistung orientiert sich an der Grenze vom Übergang zwischen Schmerzfreiheit und einsetzendem Schmerz. Das professionell begleitete Aufbautraining nach einer Zerrung kann dabei aus unterschiedlichen Elementen bestehen, wie zum Beispiel belastungsfreien Übungen, dynamischen Übungen, Dehnungsübungen oder Belastungstests durch den Sportarzt. Nach der jeweiligen Übungseinheit empfiehlt es sich, den Muskel zu kühlen.
Grundsätzlich gilt es bei einer Muskelzerrung, begleitend zur Therapie darauf zu achten, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Besonders geeignet sind Mineralwasser, Apfelsaftschorle oder sogenannte Elektrolytgetränke. Da sich die Mehrzahl aller Zerrungen in der Beinmuskulatur ereignen – ausgesprochen häufig ist eine Muskelzerrung in Oberschenkel, Wade sowie im Bereich der Adduktoren – kann es sinnvoll sein, den betroffenen Beinmuskel für die Dauer der Zerrung teilweise zu entlasten. Bei einer starken, schmerzhaften Muskelzerrung können Betroffene daher beim Gehen für einige Tage auf Unterarmgehstützen zurückgreifen.
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