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Muskelzerrung

Muskelzerrung: Therapie

Stand: 11. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Auf dem Foto ist Verbandsmaterial zu sehen, unter Rotlicht aufgenommen

Bei einer Muskelzerrung konzentriert sich die Therapie vor allem auf die Behandlung der Symptome. Denn bei einer Zerrung wird der Muskel nicht strukturell, also erkennbar geschädigt. Vielmehr handelt es sich um eine Entgleisung der Muskelspannung, die durch eine Fehlsteuerung des Muskels ausgelöst wird. Bei einer Zerrung zielt die Behandlung deswegen darauf ab, die muskuläre Fehlsteuerung zu beseitigen und den betroffenen Muskel wieder zu entspannen.

PECH-Schema: Pause, Eis, Compression, Hochlagern

Die Therapie einer Muskelzerrung beginnt mit einer zügigen Erst-Behandlung nach dem sogenannten PECH-Schema: Pause, Eis, Compression, Hochlagern. Jegliche sportliche Aktivität sollte bei Verdacht auf eine Zerrung sofort gestoppt werden. Der verletzte Muskel beziehungsweise die betroffene Extremität sollte hochgelagert werden. Die passende Kühlung verringert die Schmerzen, die infolge der Muskelzerrung auftreten und verlangsamt die Entzündungsreaktion.

Falls möglich, empfiehlt es sich, im Zuge der Behandlung einer Zerrung einen Druckverband anzulegen und diesen mit der Kühlung zu kombinieren. Das sogenannte Anwickeln einer Eispackung mit einem Druckverband verhindert den direkten Kontakt zwischen Haut und Eis und vermeidet lokale Erfrierungen. Eine andere Alternative bei der Behandlung einer Muskelzerrung ist es, die Verletzung mit einer in Eiswasser getränkten Binde zu kühlen. Mit einem zusätzlichen Druckverband wird darüber ein Plastikbeutel mit Crash-Eis (Eisbrei) befestigt.

Druckverband sinnvoll

Auch nach erfolgter Erst-Behandlung ist es bei einer Zerrung sinnvoll, einen Druckverband anzulegen und zusätzlich ein Sportgel auf den betroffenen Muskelbereich aufzutragen. Verletzte sollten darauf achten, den Druckverband nicht zu eng anzubringen. Durch den Druckverband entstehende Schmerzen, das Auftreten von Durchblutungs- und Gefühlsstörungen sowie die Einschränkung der Beweglichkeit deuten auf einen zu eng anliegenden Druckverband hin.

Im Anschluss an die Erstversorgung kann der Betroffene kurz, aber nicht zu heiß duschen. Solange nicht eindeutig geklärt ist, ob es sich um eine Muskelzerrung oder um einen Muskelfaserriss handelt, sollte er mit dem Druckverband duschen.

Weiterlesen: Muskelzerrung: Therapie – Medikamente gegen Schmerzen

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