Muskelverletzungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. März 2016)

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Muskelverletzungen sind besonders im Sport häufig. Sie können entstehen, wenn die Sporttreibenden unzureichend trainiert sind, wenn sie ihre Muskulatur nicht genügend aufgewärmt haben oder wenn sie übermüdet sind.

Bei den meisten Muskelverletzungen handelt es sich um Dehnungsverletzungen, die vom harmlosen Muskelkater über die Muskelzerrung bis hin zum Muskelfaserriss und Muskelriss reichen, oder um Muskelprellungen:

  • Beim Muskelkater führt eine ungewohnte und dauerhafte Belastung zu Mikroverletzungen der Muskelfasern.
  • Eine Muskelzerrung entsteht durch Überbelastung des Muskels bis zu seiner Elastizitätsgrenze, ohne die Grenze zu überschreiten.
  • Beim Muskelfaserriss sind infolge einer plötzlichen Anspannung und nachfolgenden extremen Belastung der gesamten Muskulatur Muskelfasern gerissen.
  • Beim Muskelriss ist aus den gleichen Gründen der gesamte Muskel gerissen.
  • Bei einer Muskelprellung (sog. Pferdekuss) sind Muskelfasern durch äußere Gewalteinwirkungen (wie Tritte oder Schläge), die den Muskel gewaltsam gegen einen darunter liegenden Knochen quetschen, gequetscht und gerissen.

Achtung: Bei allen Muskelverletzungen (außer beim Muskelkater) ist es wichtig, sofort die sportliche Aktivität abzubrechen!

Die richtige Erstversorgung von Muskelverletzungen kann den Heilungsverlauf günstig beeinflussen: Gerade bei einer schweren Muskelverletzung wie dem Muskelriss oder der Muskelprellung können geeignete Erstmaßnahmen und eine verordnete Sportpause die Zeit bis zur völligen Wiederherstellung erheblich verkürzen.

Typische Anzeichen für alle Muskelverletzungen sind (meist starke) Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Welches Ausmaß die Symptome einer Muskelverletzung haben, hängt von deren Schweregrad ab. Diesen kann der Arzt bei der Diagnose vor allem mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ermitteln.

Der Schweregrad von Muskelverletzungen bestimmt deren Therapie:

  • Leichtere Muskelverletzungen kann man konservativ (d.h. nicht-operativ) beheben;
  • bei schwereren Verletzungen (wie Muskelfaserriss und Muskelriss) kommt zur Therapie auch eine Operation infrage.
Das Bild zeigt einen Zweikampf beim Fußball. © Jupiterimages/Pixland

Beim Sport kommt es besonders häufig zu Muskelverletzungen.

Je leichter eine Muskelverletzung ist, desto schneller ist in der Regel die Bewegungsfähigkeit vollständig wiederhergestellt. Dabei ist es jedoch wichtig, Muskelverletzungen nicht zu unterschätzen und ärztlich empfohlene Sportpausen einzuhalten: Dies und sorgfältiges Aufwärmen vor dem Training minimiert das Risiko für (erneute) Verletzungen.


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