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Muskelverletzungen

Stand: 25. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Das Bild zeigt einen Fahrradfahrer.
Radsportler

Muskelverletzungen sind besonders im Sport häufig. Sie können entstehen, wenn die Sporttreibenden unzureichend trainiert sind, wenn sie ihre Muskulatur nicht genügend aufgewärmt haben oder wenn sie übermüdet sind.

Muskelverletzungen sind meistens Dehnungsverletzungen, die vom harmlosen Muskelkater über die Muskelzerrung bis hin zum Muskelfaserriss und Muskelriss reichen, oder Muskelprellungen:

  • Beim Muskelkater führt eine ungewohnte und dauerhafte Belastung zu Mikroverletzungen der Muskelfasern.
  • Eine Muskelzerrung entsteht durch Überbelastung des Muskels bis zu seiner Elastizitätsgrenze, ohne die Grenze zu überschreiten.
  • Beim Muskelfaserriss sind infolge einer plötzlichen Anspannung und nachfolgenden extremen Belastung der gesamten Muskulatur Muskelfasern gerissen.
  • Beim Muskelriss ist aus den gleichen Gründen der gesamte Muskel gerissen.
  • Bei einer Muskelprellung (sog. Pferdekuss) sind Muskelfasern durch äußere Gewalteinwirkungen (wie Tritte oder Schläge), die den Muskel gewaltsam gegen einen darunter liegenden Knochen quetschen, gequetscht und gerissen.

Typische Anzeichen jeder Form von Muskelverletzung sind (meist starke) Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Bei allen Muskelverletzungen (außer beim Muskelkater) ist es wichtig, sofort die sportliche Aktivität abzubrechen. Die richtige Erstversorgung von Muskelverletzungen kann den Heilungsverlauf günstig beeinflussen: Gerade bei einer schweren Muskelverletzung wie einem Muskelriss oder einer Muskelprellung lässt sich mithilfe geeigneter Erstmaßnahmen und einer verordneten Sportpause die Zeit bis zur völligen Wiederherstellung erheblich verkürzen.

Welches Ausmaß die Symptome einer Muskelverletzungen zeigen, hängt vom Schweregrad der Verletzung ab. Dieser lässt sich bei der Diagnose vor allem mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ermitteln. Der Schweregrad einer Muskelverletzung bestimmt deren Therapie: Leichtere Muskelverletzungen lassen sich konservativ (d.h. nicht-operativ) beheben; bei schwereren Muskelverletzungen (wie Muskelfaserriss und Muskelriss) kommt auch eine Operation zur Therapie infrage. Je leichter eine Muskelverletzung ist, desto schneller ist in der Regel die Bewegungsfähigkeit vollständig wiederhergestellt. Dabei ist es wichtig, die Muskelverletzung nicht zu unterschätzen und ärztlich empfohlene Sportpausen einzuhalten. Dies und sorgfältiges Aufwärmen vor dem Training minimiert das Risiko für (erneute) Muskelverletzungen.

Weiterlesen: Muskelverletzungen: Definition

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