Muskelverletzungen: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. März 2016)

Typisch für Muskelverletzungen sind (meist starke) Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Das Ausmaß der auftretenden Symptome hängt vom Schweregrad der Verletzung ab.

Muskelkater

Harmlose Muskelverletzungen in Form von Mikroverletzungen der Muskelfasern (sog. Muskelkater) machen sich niemals direkt beim Sport bemerkbar, sondern erst nach einer gewissen Zeit (meist nach einigen Stunden). Die dabei mitunter heftigen Schmerzen können bis zu eine Woche andauern. Zudem können eine oder mehrere Muskelpartien aufgrund der Schmerzen nur stark eingeschränkt beweglich sein. Unter Umständen kann ein Muskelkater die maximale Kraft eines Muskels um bis zu 30 Prozent herabsetzen.

Muskelzerrung

Leichte Muskelverletzungen in Form einer Muskelzerrung machen sich plötzlich bemerkbar: Eine Zerrung verursacht krampfartige, starke Schmerzen und der gezerrte Muskel ist sofort bewegungsunfähig, weil die Muskelfasern extrem überdehnt sind. Eine solche Schädigung ist jedoch nur mikroskopisch sichtbar. Die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung bei einer Muskelzerrung können einen Tag bis mehrere Wochen andauern.

Muskelfaserriss und Muskelriss

Muskelverletzungen, bei denen Muskelfasern teils oder völlig gerissen sind, lösen plötzliche und heftige Symptome aus. Dabei unterscheiden sich Muskelfaserriss und Muskelriss entsprechend der Schwere der Verletzung:

  • Ein Muskelfaserriss tritt ohne Vorwarnung auf. Typisches Anzeichen für die Muskelverletzung ist ein äußerst heftig einsetzender, stechender Schmerz. Die Betroffenen sind augenblicklich nicht mehr in der Lage, die verletzte Extremität wie gewohnt zu bewegen. Daneben sind Muskelfaserrisse mit deutlichen Druck-, Dehn-, Anspannungs- und Widerstandsschmerzen verbunden. Diese Beschwerden sind auf den Riss einzelner oder mehrerer Muskelfasern zurückzuführen. Dabei können die Muskelfasern entweder in Längs- oder in Querrichtung gerissen sein.
  • Auch beim Muskelriss setzen die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung plötzlich und ohne Vorwarnung ein. Bei dieser Muskelverletzung ist die Beweglichkeit der betroffenen Extremität allerdings noch weiter eingeschränkt, manchmal auch vollständig ausgeschaltet. Wenn ein großer Muskel reißt, ist die Stelle, an der sich der intakte Muskel gewöhnlich befindet, unter Umständen deutlich eingedellt oder eingebuchtet.

Bei beiden Muskelverletzungen – beim Muskelriss und beim Muskelfaserriss – bildet sich nach kurzer Zeit als weiteres Symptom ein Bluterguss (Hämatom). Entwickelt sich dieser auch außerhalb der Muskelfaszie, ist er nach kurzer Zeit von außen gut sichtbar.

Muskelprellung

Bei Muskelverletzungen infolge von Prellungen sind die Symptome im Vergleich zu einem Muskelriss großflächiger. Die von der Muskelprellung (sog. Pferdekuss) betroffene Stelle schmerzt stark. Nach einer gewissen Zeit kann aufgrund gequetschter und gerissener Muskelfasern ein großer Bluterguss entstehen.


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