Muskelverletzungen: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. März 2016)

Bei Muskelverletzungen ist es zunächst wichtig, den Hergang der Verletzung zu beschreiben: So kann der Arzt schon bestimmen, ob eine Dehnungsverletzung (wie Muskelzerrung, Muskelfaserriss oder Muskelriss) oder eine Muskelprellung (sog. Pferdekuss) vorliegt.

Für die genauere Diagnose von Muskelverletzungen ist anschließend eine ärztliche Untersuchung nötig: Bei Verdacht auf eine Muskelverletzung infolge einer Dehnung ist es nur so möglich, den Schweregrad zu bestimmen – also festzustellen, ob Muskeln lediglich gezerrt sind, einzelne Muskelfasern gerissen sind oder gar ein vollständiger Muskelstrang gerissen ist. Zunächst tastet der Arzt die betroffene Region ab und untersucht sie auf mögliche Dellen. Kleinere Dellen weisen auf einen Muskelfaserriss hin, größere und manchmal auch äußerlich sichtbare Einbuchtungen dagegen auf eine Ruptur, bei der ein vollständiger Muskelstrang gerissen ist.

Außerdem kommt bei Muskelverletzungen eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) zum Einsatz: Sie liefert genauere Anhaltspunkte für das Ausmaß der Verletzung. Ist die Muskulatur infolge von äußeren Gewalteinwirkungen verletzt (wie bei der Muskelprellung), sind neben der sonographischen Untersuchung der betroffenen Region unter Umständen zusätzlich Röntgenuntersuchungen erforderlich, um eine Verletzung der Knochen auszuschließen.


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