Muskelschwund (Muskeldystrophie): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Juli 2015)

Bei Muskelschwund (Muskeldystrophie) zielt die Therapie darauf ab, die Symptome zu behandeln und die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten. Unter anderem ist es sinnvoll, die Betroffenen mit Hilfsmitteln auszustatten, um ihre Eigenständigkeit zu fördern und ihnen den Alltag zu erleichtern. Zudem haben sich vielerorts Selbsthilfegruppen gebildet, in denen sich Betroffene und Angehörige austauschen können. Eine gegen die Ursachen der Muskeldystrophie wirksame Behandlung steht bisher nicht zur Verfügung, sodass eine Heilung der Muskelerkrankung nicht möglich ist.

Bei Muskelschwund Krankengymnastik zur Therapie hilfreich: Geeignet sind spezielle krankengymnastische Verfahren wie zum Beispiel eine Klopf-Druck-Massage. Dabei ist immer zu berücksichtigen, dass die Muskulatur durch die Muskeldystrophie sehr dehnungsempfindlich ist.

Gegen die Symptome der Muskeldystrophie eingesetzte Medikamente können den Verlauf der Muskelerkrankung zwar nicht aufhalten, aber verzögern. Bei der medikamentösen Therapie kommen Ribonukleinsäuren zum Einsatz, die stabilisierend wirken und Muskelschwund verlangsamen.

Bei Muskelschwund kann auch eine operative Therapie sinnvoll sein: Wenn die Muskeldystrophie so schnell fortschreitet, dass durch die verkürzten Muskeln frühzeitig mit Fehlstellungen der betroffenen Gelenke und verformten Knochen zu rechnen ist (z.B. Fußfehlbildungen, Bewegungseinschränkungen der großen Gelenke), können rechtzeitige Operationen helfen, den Verlust der Gehfähigkeit hinauszuzögern. Eine zunehmende Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose  kann man unter Umständen ebenfalls durch eine Operation korrigieren.


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