Muskelschwund (Muskeldystrophie): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Juli 2015)

Typisch für Muskelschwund (Muskeldystrophie) sind Symptome einer fortschreitenden (= progressiven) Muskelschwäche, die überwiegend bestimmte Körperregionen betrifft. Die progressive Muskeldystrophie ist meistens durch eine symmetrische Muskelschwäche gekennzeichnet. Symptome, die durch den Muskelschwund entstehen, sind Fehlstellungen der betroffenen Gelenke sowie Verformungen der Knochen (z.B. Fußfehlbildungen oder Skoliose). Den Betroffenen fällt es zunehmend schwerer, die durch Schwund des Muskelgewebes beeinträchtigten Körperteile eigenständig zu bewegen.

Wann der Muskelschwund die ersten Symptome auslöst, welche Körperregionen vom Muskelschwund betroffen sind und ob es zu Anzeichen für eine Beteiligung weiterer Organe an der Krankheit kommt, hängt von der Form der Muskelerkrankung ab: Es sind über 30, teils sehr seltene Formen von Muskeldystrophie bekannt. Die wichtigsten Formen sind die Muskeldystrophie vom Typ Duchenne und der Muskelschwund vom Typ Becker-Kiener.

Muskeldystrophie vom Typ Becker-Kiener

Als gutartigere Form von Muskelschwund gilt wegen der langsam fortschreitenden Symptome die Muskeldystrophie vom Typ Becker-Kiener: Zunächst betrifft die Muskeldystrophie vom Typ Becker-Kiener vor allem die Becken- und Oberschenkelmuskulatur. Dabei setzen die für die Muskelschwäche typischen Symptome erst im Schulalter zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr ein und entwickeln sich nur langsam. Dadurch bleibt die Gehfähigkeit bis in das mittlere Erwachsenenalter erhalten: Gelegentlich können Menschen mit dieser Form von Muskelschwund noch im Alter von 60 Jahren gehen. Im weiteren Verlauf wirkt sich die Muskeldystrophie vom Typ Becker-Kiener auch auf den Herzmuskel und die Atemmuskulatur aus.


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