Muskelschwund (Muskeldystrophie): Muskelschwund vom Typ Duchenne

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Juli 2015)

Der Muskelschwund (Muskeldystrophie) vom Typ Duchenne ist die häufigste erbliche Muskelerkrankung im Kindesalter: Sie tritt mit einer Häufigkeit von 1:3.000 bis 1:5.000 bei männlichen Neugeborenen auf. Bei der Muskeldystrophie vom Typ Duchenne besteht ein Dystrophinmangel. Die Erbkrankheit beginnt mit einer Muskelschwäche in Becken und Oberschenkeln bei Kindern im Kleinkindalter. Sie schreitet rasch voran und endet, meist im jungen Erwachsenenalter, immer tödlich. Daher bezeichnet man die Muskeldystrophie vom Typ Duchenne auch als bösartig oder maligne.

Muskeldyschwund vom Typ Becker-Kiener

Die mit einer Häufigkeit von etwa 1:20.000 wesentlich seltenere Form von Muskelschwund ist die Muskeldystrophie vom Typ Becker-Kiener: Hier sind zunächst ebenfalls hauptsächlich die Becken- und Oberschenkelmuskulatur betroffen. Die Muskelschwäche tritt meist erst bei Kindern im Schulalter auf und schreitet langsam voran. Da sich die Symptome wesentlich günstiger entwickeln, gilt die Muskeldystrophie vom Typ Becker-Kiener als gutartig oder benigne.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst