Startseite > Krankheiten > Muskelfaserriss > Therapie
Stand: 12. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Muskelfaserriss-Therapie umfasst außerdem Medikamente, die gegen die Schmerzen wirken und zusätzlich die Entzündungsreaktion unterdrücken. Typische Wirkstoffe sind Ibuprofen und Diclofenac. Manche Ärzte und Physiotherapeuten setzen ergänzend auf bestimmte Enzympräparate – ihre Wirksamkeit ist jedoch umstritten.
Betrifft der Muskelfaserriss Wade oder Oberschenkel, empfiehlt es sich, das betroffene Bein einige Tage nicht voll zu belasten. Unterarmgehstützen sind geeignete Hilfsmittel. Im weiteren Verlauf der Therapie helfen Lymphdrainage, Kälteanwendungen und Übungen, die die Muskelspannung verringern. Gleichzeitig bleibt dank der Übungen die Kraft nicht verletzter Muskeln erhalten. Wichtig: Krankengymnastische Übungen dürfen nicht zu Schmerzen führen. Andernfalls sollte man das Training abbrechen oder die Belastung verringern.
In manchen Fällen empfehlen Ärzte eine Behandlung mit Spritzen (Injektionsbehandlung). Örtliche Betäubungsmittel oder homöopathische Mittel kommen dann zum Einsatz. Hinsichtlich des Nutzens einer sogenannten Serumspritze in den Bereich des Muskelfaserrisses sowie von Mitteln, die eine Narbenbildung verhindern sollen, gehen die Fachmeinungen auseinander.
Ruhigstellung der Muskulatur und Tape-Verbände sollen gerissene Muskelfasern soweit annähern, dass sie von allein wieder zusammenwachsen. Im weiteren Verlauf können auch Maßnahmen der physikalischen Therapie nützlich sein, wie die Muskelfaserriss-Behandlung mit Reizstrom.
Bei einem sehr großen Muskelfaserriss, der größer als etwa ein Drittel des Querschnitts des betroffenen Muskelstrangs ist, kann eine Operation nötig werden. Der Chirurg näht dann die gerissenen Muskelfasern wieder zusammen. Geht ein Muskelfaserriss mit einem großen Bluterguss einher, entfernt der Chirurg das Blut, sobald es geronnen ist.
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