Startseite > Krankheiten > Muskelfaserriss > Definition
Stand: 12. Mai 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Beim Muskelfaserriss handelt es sich laut Definition um eine sogenannte geschlossene Verletzung der Muskulatur – die Haut bleibt dabei unverletzt. Muskelverletzungen zählen zu den häufigsten Verletzungen im Breiten- und Spitzensport. Sehr häufig tritt ein Muskelfaserriss am Oberschenkel oder an der Wade auf.
Mediziner unterscheiden bei einer Muskelverletzung mehrere Schweregrade, wobei die Einordnung etwas willkürlich ist. Ein Muskelfaserriss zählt zu den schwereren Formen, die nächstfolgenden Stufen wären ein Muskelbündel- und dann ein Muskelriss. Die Übergänge sind hierbei fließend. Beispiele für harmlosere Verletzungen sind Muskelkater, Muskelzerrung und Muskelprellung (z.B. in Form des "Pferdekusses").
Jeder einzelne Muskelstrang besteht aus Tausenden von Muskelfasern. Zwischen diesen Fasern verlaufen kleinste Blutgefäße (Kapillaren) und Nervenfasern. Bindegewebe fasst die einzelnen Fasern zu Muskelfaserbündeln zusammen. Eine bindegewebsartige Struktur, die Muskelfaszie, umhüllt die Faserbündel und bildet so einen gut abgrenzbaren Einzelmuskel. Betrifft eine Muskelverletzung eine oder wenige Fasern, liegt ein Muskelfaserriss vor.
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